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Japan

Tohoku · Präfektur · JP-04

Miyagi

宮城県みやぎけんMiyagi-ken

Das Reich Date Masamunes zwischen Ōu-Gebirge und Pazifik

Miyagi ist die Präfektur an der Pazifikküste im Zentrum von Tohoku – mit Sendai, der größten Stadt der Region und einstigem Sitz der Date-Fürsten, und der Bucht von Matsushima, einer der „Drei Landschaften Japans“.

Überblick

Miyagi nimmt den mittleren Abschnitt der Pazifikseite Tohokus ein. Im Westen erheben sich die Vulkane des Ōu-Gebirges, davor breitet sich die Sendai-Ebene aus, und die Küste wechselt von Sandstränden im Süden zu den tief eingeschnittenen Rias-Buchten von Sanriku im Norden. Keine Präfektur Tohokus hat mehr Einwohner; die Hauptstadt Sendai mit ihren fünf Bezirken ist Verwaltungs-, Handels- und Universitätszentrum des gesamten Nordostens.

Prägend ist das Erbe der Date. Date Masamune gründete Sendai 1601, und seine Nachfolger regierten von der Burg Aoba aus eines der größten Fürstentümer der Edo-Zeit. Schreine, Mausoleen und Tempel in Sendai und Matsushima zeugen davon ebenso wie ein ausgeprägter Lokalstolz. Noch älter ist Tagajō bei Sendai, einst Vorposten des kaiserlichen Hofes im Norden.

Zugleich ist Miyagi ein Land der Reisfelder und des Meeres: Die Fischereihäfen und Austernbänke versorgen weite Teile Ostjapans, und aus der Sendai-Ebene stammen Reissorten wie Sasanishiki und Hitomebore. Das Erdbeben und der Tsunami vom 11. März 2011 trafen die Küste Miyagis besonders schwer; heute stehen Gedenkparks und erhaltene Ruinen neben wiederaufgebauten Orten.

Name und Herkunft

Der Name geht auf den Landkreis Miyagi (Miyagi-gun) zurück, den alten Bezirk um Sendai und Tagajō. Häufig wird „miya“ als Hinweis auf den Schrein Shiogama Jinja und „ki“ als Festung von Tagajō gedeutet; gesichert ist diese Etymologie jedoch nicht.

Bis 1869 gehörte das gesamte Gebiet zur riesigen Provinz Mutsu. Bei deren Teilung fiel der größte Teil des heutigen Miyagi an die Provinz Rikuzen, die südlichen Landkreise Katta, Shibata, Igu und Watari dagegen an Iwaki. Nach der Auflösung der Fürstentümer 1871 entstand die Präfektur Sendai, die 1872 in Miyagi umbenannt wurde; nach weiteren Zusammenlegungen erreichte sie bis 1876 im Wesentlichen ihre heutigen Grenzen.

Städte

Geografie

Die Westgrenze folgt dem Ōu-Gebirge mit den Vulkanen Kurikoma im Norden, Funagata in der Mitte und dem Zaō-Massiv im Süden. Von dort fließen die Flüsse durch die Sendai-Ebene zum Pazifik: der Kitakami mündet bei Ishinomaki, der Abukuma im Süden, Natori und Hirose durchqueren Sendai.

Die Küste ist zweigeteilt. Südlich der Halbinsel Oshika ist sie flach und sandig, gesäumt von Kiefernwäldern und Lagunen; in der Bucht von Matsushima nordöstlich von Sendai liegen zahllose kiefernbestandene Tuffinselchen. Nördlich von Oshika beginnt die Rias-Küste von Sanriku mit tiefen Buchten wie Onagawa, Shizugawa und Kesennuma. Im Binnenland sind die Seen und Sümpfe von Izunuma-Uchinuma und Kabukuri-numa bedeutende Überwinterungsgebiete für Gänse.

Klima

Die Ebenen haben ein pazifisch geprägtes Klima: warme, feuchte Sommer und kalte, aber verhältnismäßig trockene und sonnige Winter, in Sendai mit wenig liegenbleibendem Schnee. Die Berge im Westen erhalten dagegen reichlich Schnee, der die Skigebiete von Zaō und Naruko speist. Im Frühsommer bringt der kühle Nordostwind Yamase Nebel und niedrige Temperaturen an die Küste – früher eine häufige Ursache für Missernten beim Reis.

Landschaft

  • Zaō

    蔵王連峰Zaō Renpō

    Vulkanmassiv an der Grenze zu Yamagata mit dem smaragdgrünen Kratersee Okama; von Miyagi aus über Tōgatta Onsen erreichbar.

  • Kurikoma

    栗駒山Kurikoma-yama

    1.626 m hoher Vulkan im Dreiländereck von Miyagi, Iwate und Akita, bekannt für seine Herbstfärbung; Kern des Quasi-Nationalparks Kurikoma.

  • Sendai-Ebene

    仙台平野Sendai Heiya

    Größte Ebene im südlichen Tohoku, ein Reisanbaugebiet zwischen den Flüssen Kitakami und Abukuma.

  • Kitakami

    北上川Kitakami-gawa

    Längster Fluss Tohokus mit Quelle in Iwate; sein Unterlauf wurde im frühen 17. Jahrhundert nach Ishinomaki umgeleitet, um Reis nach Edo zu verschiffen.

  • Bucht von Matsushima

    松島湾Matsushima-wan

    Flache Bucht mit rund 260 kiefernbewachsenen Inselchen, eine der „Drei Landschaften Japans“ und besonderer landschaftlicher Schönheitsort.

  • Halbinsel Oshika und Kinkasan

    牡鹿半島Oshika Hantō

    Bergige Halbinsel östlich von Ishinomaki, vor deren Spitze die heilige Insel Kinkasan liegt; Teil des Nationalparks Sanriku Fukkō.

  • Rias-Küste von Sanriku

    三陸海岸Sanriku Kaigan

    Küste mit ertrunkenen Tälern von Onagawa bis Kesennuma – fischreich, aber tsunamigefährdet.

  • Izunuma-Uchinuma

    伊豆沼・内沼Izunuma-Uchinuma

    Flachseen im Norden Miyagis, seit 1985 Ramsar-Gebiet; Winterquartier großer Blässgansschwärme und im Sommer für die Lotosblüte bekannt.

Natur in dieser Präfektur

Geschichte

Im 8. Jahrhundert schob der Yamato-Hof seine Grenze nach Norden in das Land der Emishi vor und errichtete Tagajō als Sitz der Provinzverwaltung von Mutsu und des nördlichen Militärkommandos. Nach dem Untergang der Ōshū-Fujiwara von Hiraizumi 1189 wechselte das Gebiet zwischen Kriegerhäusern wie den Ōsaki und Kasai, bis Toyotomi Hideyoshi den Norden 1590–1591 neu ordnete.

Date Masamune, zunächst von Yonezawa nach Iwadeyama versetzt, gründete 1601 Sendai und machte das Fürstentum zu einer Regionalmacht: Er ließ den Kitakami umleiten, um Reis nach Edo zu verschiffen, erneuerte Zuigan-ji und Ōsaki Hachimangū und schickte 1613 Hasekura Tsunenaga als Gesandten nach Spanien und Rom. Im Boshin-Krieg 1868 führte Sendai das Bündnis der nördlichen Fürstentümer gegen die neue Regierung an und unterlag.

In der Moderne wuchs Sendai zur Verwaltungs- und Bildungshauptstadt Tohokus heran, getragen von der 1907 gegründeten Kaiserlichen Universität Tohoku. Nach den Luftangriffen von 1945 wurde die Stadt neu aufgebaut und 1989 zur Großstadt mit Sonderstatus erhoben. Erdbeben und Tsunami von 2011 verwüsteten die Küste; der Wiederaufbau brachte Schutzdeiche, aufgeschüttetes Bauland, verlegte Siedlungen und ein Netz von Gedenkstätten.

  1. 724

    Gründung von Tagajō als Provinzhauptort von Mutsu und nördliches Militärhauptquartier des Hofes.

  2. 869

    Das Jōgan-Erdbeben und sein Tsunami überfluten die Sendai-Ebene, wie die offiziellen Reichschroniken berichten.

  3. 1601

    Date Masamune bezieht die Burg Aoba und legt die Burgstadt Sendai an.

  4. 1609

    Der von Masamune geförderte Neubau des Zuigan-ji in Matsushima wird vollendet.

  5. 1613

    Hasekura Tsunenagas Gesandtschaft sticht von Tsukinoura bei Ishinomaki in See – Ziele: Neuspanien, Spanien und Rom.

  6. 1868

    Sendai führt im Boshin-Krieg das Ōu-Etsu-Bündnis der nördlichen Fürstentümer und kapituliert im Herbst.

  7. 1872

    Die Präfektur Sendai wird in Präfektur Miyagi umbenannt.

  8. 1907

    Gründung der Kaiserlichen Universität Tohoku in Sendai.

  9. 1982

    Eröffnung des Tohoku-Shinkansen, zunächst bis Ōmiya, später bis Tokio.

  10. 2011

    Das Große Ostjapanische Erdbeben vom 11. März mit Epizentrum vor der Halbinsel Oshika und der folgende Tsunami verwüsten die Küste.

Kultur

Vieles in Miyagis Kultur geht auf den Hof der Date zurück: das Tanabata-Fest, der vergoldete Momoyama-Stil von Ōsaki Hachimangū und Zuihō-den, die Förderung von Handwerken wie den Sendai-Tansu-Truhen und der Seide Sendai-hira. Die Badeorte in den Bergen entwickelten eigene Kunsthandwerke, allen voran die gedrechselten Kokeshi-Holzpuppen, während an der Küste Kagura-Tänze und Fischerbräuche weiterleben.

Sendai selbst hat eine lebendige Bürger- und Studentenkultur – vom Straßenjazz bis zur winterlichen Beleuchtung der Jōzenji-dōri. Der Beiname Mori no Miyako, „Hauptstadt der Wälder“, bezieht sich auf die Zelkoven-Alleen und baumreichen Anwesen der alten Samuraistadt.

Feste

  • Sendai Tanabata Matsuri

    仙台七夕まつりSendai Tanabata Matsuri

    Vom 6. bis 8. August hängen in den Einkaufspassagen riesige Papierbänder aus Washi; eine Tradition, die schon zur Zeit Masamunes gepflegt wurde.

  • Sendai Aoba Matsuri

    仙台・青葉まつりSendai Aoba Matsuri

    Frühlingsfest im Mai mit historischen Umzügen, Yamaboko-Festwagen und Gruppen, die den Spatzentanz Suzume odori aufführen.

  • Donto-sai

    どんと祭Donto-sai

    In der Nacht des 14. Januar wird der Neujahrsschmuck an den Schreinen verbrannt; weiß gekleidete Pilger ziehen beim Hadaka mairi zum Ōsaki Hachimangū.

  • Shiogama Minato Matsuri

    塩竈みなと祭Shiogama Minato Matsuri

    Sommerliches Hafenfest in Shiogama, bei dem die tragbaren Schreine des Shiogama Jinja auf geschmückten Booten durch die Bucht fahren.

  • Sendai Pageant of Starlight

    SENDAI光のページェントSendai Hikari no Pējento

    Im Dezember erstrahlen die Zelkoven der Jōzenji-dōri im Lichterschmuck.

  • Ishinomaki Kawabiraki Matsuri

    石巻川開き祭りIshinomaki Kawabiraki Matsuri

    Flussfest um den Monatswechsel Juli/August zu Ehren von Kawamura Magobei, der den Kitakami umleitete – mit Laternen auf dem Wasser und Feuerwerk.

Traditionelles Handwerk

  • Traditionelle Kokeshi aus Miyagi

    宮城伝統こけしMiyagi dentō kokeshi

    Gedrechselte, bemalte Holzpuppen aus den Badeorten; in Miyagi bestehen mehrere eigene Stilrichtungen, darunter Naruko, Tōgatta, Yajirō und Sakunami.

  • Naruko-Lackwaren

    鳴子漆器Naruko shikki

    Lackschalen und -tabletts aus Naruko, bekannt vor allem für die marmorierte Ryūmon-nuri-Technik.

  • Tuschereibsteine aus Ogatsu

    雄勝硯Ogatsu suzuri

    Reibsteine aus dem schwarzen Schiefer von Ogatsu (Ishinomaki) mit jahrhundertealter Tradition; derselbe Schiefer deckt das Dach des Marunouchi-Gebäudes am Bahnhof Tokio.

  • Sendai-Tansu

    仙台箪笥Sendai tansu

    Lackierte Truhen aus Zelkovenholz mit schweren, reich verzierten Eisenbeschlägen.

  • Sendai-hira

    仙台平Sendai-hira

    Feste, fein gestreifte Seide für formelle Hakama, seit der Date-Zeit gewebt.

  • Tsutsumi-Keramik

    堤焼Tsutsumi-yaki

    Volkstümliche Töpferware aus Sendai mit typischer, ineinanderlaufender schwarz-weißer Glasur.

Traditionen

  • Suzume odori

    すずめ踊りsuzume odori

    Springender „Spatzentanz“ mit Fächern, der der Überlieferung nach von Steinmetzen beim Bau der Burg Sendai erfunden wurde; der Spatz verweist auf das Wappen der Date.

  • Sendai-Dialekt

    仙台弁Sendai-ben

    Südlicher Tohoku-Dialekt mit Satzendungen wie -be und -cha, außerhalb des Stadtzentrums von Sendai noch verbreitet.

  • Ogatsu Hōin Kagura

    雄勝法印神楽Ogatsu hōin kagura

    Maskentanz der Küste von Ogatsu, überliefert von Bergasketen-Priestern und nach dem Tsunami wiederbelebt.

  • Reispflanztanz von Akiu

    秋保の田植踊Akiu no taue odori

    Frühlingstanz in Akiu, mit dem um eine gute Reisernte gebeten wird; aufgeführt von Mädchen mit leuchtendem Kopfschmuck.

Küche

Miyagis Küche lebt vom Reis der Sendai-Ebene, vom kalten, nährstoffreichen Wasser vor Sanriku und vom alten Misohandel der Burgstadt. Nach dem Krieg kam in Sendai gegrillte Rinderzunge hinzu, während Süßspeisen aus Edamame-Paste bis in die Edo-Zeit zurückreichen. Die Küste ist für Austern, Seescheiden, Wakame und Makrelen bekannt, und die Präfektur hat eine starke Sake-Tradition.

  • Gyūtan

    牛タンgyūtan

    Dick geschnittene, über Holzkohle gegrillte Rinderzunge mit Gerstenreis, Ochsenschwanzsuppe und Eingelegtem; Spezialität Sendais seit Ende der 1940er-Jahre.

  • Zunda mochi

    ずんだ餅zunda mochi

    Reiskuchen mit leuchtend grüner Paste aus zerstampften, gesüßten Edamame.

  • Sasa-kamaboko

    笹かまぼこsasa-kamaboko

    Gegrillter Fischkuchen in Form eines Bambusblatts, hergestellt in Sendai, Shiogama und Ishinomaki.

  • Harako-meshi

    はらこ飯harako-meshi

    In Lachsbrühe gegarter Reis mit Lachs und Lachsrogen, ein Herbstgericht aus Watari an der Abukuma-Mündung.

  • Austern

    牡蠣kaki

    Gezüchtet in der Bucht von Matsushima und an der Sanriku-Küste; Miyagi liefert zudem Austernbrut in andere Regionen.

  • Hoya

    ほやhoya

    Seescheide mit salzig-bittersüßem Geschmack, gezüchtet in den Buchten um Ishinomaki und Onagawa.

  • Sendai-Miso

    仙台味噌Sendai miso

    Kräftiges, rötliches Reis-Kōji-Miso, dessen Herstellung unter dem Date-Fürstentum organisiert wurde.

Heiße Quellen

  • Naruko Onsen

    鳴子温泉Naruko Onsen

    Gruppe von Badeorten in Ōsaki mit ungewöhnlich vielen Quelltypen, der Naruko-Schlucht und langer Kokeshi-Tradition.

  • Akiu Onsen

    秋保温泉Akiu Onsen

    Thermalbad im Stadtgebiet von Sendai, mit Iizaka und Naruko zu den drei berühmten Bädern von Ōshū gezählt; in der Nähe liegt der Wasserfall Akiu Ōtaki.

  • Sakunami Onsen

    作並温泉Sakunami Onsen

    Badeort am Fluss an der Straße von Sendai nach Yamagata, nahe der Whisky-Destillerie Miyagikyō.

  • Tōgatta Onsen

    遠刈田温泉Tōgatta Onsen

    Badeort am Fuß des Zaō, Heimat der Tōgatta-Kokeshi und Ausgangspunkt der Zaō Echo Line.

  • Kamasaki Onsen

    鎌先温泉Kamasaki Onsen

    Kleines, altes Heilbad in Shiroishi mit hölzernen Gasthäusern.

Wirtschaft

In Sendai konzentrieren sich die Regionalzentralen der Unternehmen Tohokus, Außenstellen der Ministerien, der Großhandel und die Hochschulen – Dienstleistungen bilden daher den größten Teil der Wirtschaftsleistung. Entlang der Autobahn nördlich von Sendai ist die Industrie gewachsen, etwa mit Automobilmontage und Anlagen für die Halbleiterfertigung; die Universität Tohoku ist ein Forschungsschwerpunkt für Werkstoffwissenschaft und Elektronik. Landwirtschaft und Fischerei bleiben wichtig: Miyagi zählt zu den großen Reiserzeugern, und seine Häfen verarbeiten große Fang- und Zuchtmengen.

Wichtige Branchen

  • Groß- und Einzelhandel sowie Unternehmensdienstleistungen mit Schwerpunkt Sendai
  • Automobilmontage und Zulieferer im Raum Ōsato–Ōhira nördlich von Sendai
  • Anlagen für die Halbleiterfertigung und Elektronik
  • Reisanbau, u. a. der Sorten Sasanishiki und Hitomebore
  • Fischerei und Aquakultur: Austern, Jakobsmuscheln, Wakame, Hoya, Bonito und Makrele
  • Fischverarbeitung, besonders Kamaboko und Fischprodukte
  • Papier- und Zellstoffindustrie in Ishinomaki
  • Tourismus: Matsushima, Onsen-Orte und Sendai

Bekannte Persönlichkeiten

  • Date Masamune (1567–1636)

    伊達政宗

    Daimyō, Gründer von Sendai und Herrscher des Sendai-Fürstentums, bekannt als „einäugiger Drache“.

  • Hasekura Tsunenaga (1571–1622)

    支倉常長

    Gefolgsmann der Date, führte die Keichō-Gesandtschaft nach Spanien und Rom und wurde 1615 von Papst Paul V. empfangen.

  • Hayashi Shihei (1738–1793)

    林子平

    Gelehrter aus Sendai, der in seiner Schrift Kaikoku Heidan eine Küstenverteidigung forderte.

  • Doi Bansui (1871–1952)

    土井晩翠

    Dichter aus Sendai, Verfasser des Liedtextes Kōjō no Tsuki („Mond über der verfallenen Burg“).

  • Ishinomori Shōtarō (1938–1998)

    石ノ森章太郎

    Manga-Zeichner aus Tome, Schöpfer von Cyborg 009 und Kamen Rider.

  • Hanyū Yuzuru (geb. 1994)

    羽生結弦

    Eiskunstläufer aus Sendai, Olympiasieger 2014 und 2018.

Anreise

  • Der Tohoku-Shinkansen verbindet Tokio mit Sendai in den schnellsten Zügen in etwa 90 Minuten; Hayabusa und Komachi fahren weiter nach Morioka, Aomori und Akita.
  • Der Flughafen Sendai an der Küste südlich der Stadt ist der wichtigste Flughafen der Region, mit Inlandsflügen nach Hokkaido, Westjapan und Okinawa sowie internationalen Verbindungen; die Sendai Airport Access Line erreicht den Bahnhof Sendai in weniger als einer halben Stunde.
  • Der Hafen Sendai ist Zwischenstation der Autofähren zwischen Tomakomai auf Hokkaido und Nagoya.
  • Der Tohoku-Expressway durchquert die Präfektur von Nord nach Süd, der Sanriku-Expressway folgt der Küste nach Norden; zwischen Sendai und Yamagata verkehren Fernbusse in dichtem Takt.
  • Innerhalb der Präfektur erschließt die JR-Senseki-Linie Matsushima und Ishinomaki, die Senzan-Linie führt über Sakunami und Yamadera nach Yamagata.

Nachbarpräfekturen

Historische Provinzen

  • 陸前Rikuzen
  • 磐城Iwaki

Präfektursymbole

Blume
ミヤギノハギMiyagino-hagi
Baum
ケヤキkeyaki
Vogel
ガンgan

Häufige Fragen

Wofür ist die Präfektur Miyagi bekannt?

Für Sendai und seinen Gründer Date Masamune, die Inselbucht von Matsushima, das Tanabata-Fest, Onsen-Orte wie Naruko und Akiu sowie Spezialitäten wie Gyūtan, Zunda mochi und Austern.

Was ist die Hauptstadt von Miyagi?

Sendai, eine Großstadt mit Sonderstatus und die größte Stadt Tohokus. Date Masamune gründete sie 1601 als Burgstadt.

Wie kommt man von Tokio nach Sendai?

Mit dem Tohoku-Shinkansen dauert die Fahrt ab Bahnhof Tokio in den schnellsten Zügen etwa 90 Minuten. Fernbusse sind langsamer, fahren aber ebenfalls häufig.

Liegt Matsushima in Miyagi?

Ja. Die Bucht von Matsushima liegt nordöstlich von Sendai und ist mit der JR-Senseki-Linie in weniger als einer Stunde erreichbar. Sie zählt mit Amanohashidate und Miyajima zu den „Drei Landschaften Japans“.

Welche Folgen hatte der Tsunami von 2011 für Miyagi?

Das Epizentrum des Bebens vom 11. März 2011 lag vor der Halbinsel Oshika; der Tsunami zerstörte große Teile von Küstenorten wie Ishinomaki, Onagawa, Minamisanriku und Kesennuma. Die Infrastruktur ist wiederaufgebaut, erhaltene Ruinen und Gedenkparks dokumentieren die Katastrophe.

Gehört Miyagi zur Region Tohoku?

Ja. Miyagi ist eine der sechs Präfekturen Tohokus und mit Sendai deren wirtschaftliches und administratives Zentrum.

Quellen

  1. 1.令和2年国勢調査 (öffnet in neuem Tab) — Statistics Bureau of Japan
  2. 2.全国都道府県市区町村別面積調 (öffnet in neuem Tab) — Geospatial Information Authority of Japan
  3. 3.宮城県公式ウェブサイト (öffnet in neuem Tab) — 宮城県
  4. 4.三陸復興国立公園 (öffnet in neuem Tab) — 環境省
  5. 5.Miyagi (öffnet in neuem Tab) — Japan National Tourism Organization

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