Tohoku · Präfektur · JP-03
Iwate
岩手県いわてけんIwate-kenHonshus größte Präfektur – vom Reinen Land in Hiraizumi bis zur Sanriku-Küste
Iwate ist die größte Präfektur auf Honshu und nach Hokkaido die zweitgrößte Japans – ein dünn besiedeltes Bergland mit dem Tal des Kitakami zwischen dem Ou-Gebirge und der Sanriku-Küste. Bekannt ist es für die Welterbe-Tempel von Hiraizumi, gusseiserne Nanbu-Kessel und den Dichter Miyazawa Kenji.
Überblick
Iwate liegt an der Nordostflanke Honshus und reicht vom vulkanischen Rückgrat des Ou-Gebirges im Westen bis an den Pazifik. Dazwischen verlaufen das breite Tal des Kitakami – seit jeher die Hauptachse der Präfektur, an der fast alle Städte liegen – und das alte, abgerundete Kitakami-Bergland, das an der Sanriku-Küste zum Meer abbricht. Wald, Hochweiden und Reisfelder prägen das Bild; die Bevölkerungsdichte gehört zu den niedrigsten auf Honshu.
In der japanischen Geschichte nimmt Iwate eine besondere Stellung ein. Im späten 11. und im 12. Jahrhundert beherrschten die Oshu-Fujiwara von Hiraizumi aus den Norden und errichteten eine buddhistische Residenz, deren erhaltene Tempel und Gärten 2011 zum Welterbe erklärt wurden. In der Edo-Zeit war das Gebiet zwischen dem Nanbu-Klan in Morioka und den Date aus Sendai im Süden geteilt – eine Grenze, die sich bis heute in Dialekt und Brauchtum bemerkbar macht.
Mit dem modernen Iwate verbinden sich der Dichter und Kinderbuchautor Miyazawa Kenji, die Volkssagen von Tono, das Eisen aus Kamaishi und die schweren Gusseisenkessel aus Morioka. Der Tsunami vom 11. März 2011 verwüstete die Sanriku-Küste; Wiederaufbau und der dort geschaffene Nationalpark bestimmen seither die Osthälfte der Präfektur.
Name und Herkunft
Der Name Iwate bedeutet wörtlich „Felsenhand“ und geht auf den Landkreis Iwate zurück, in dem Morioka liegt. Eine Legende des Mitsuishi-Schreins in Morioka erzählt von einem Dämon, den die örtliche Gottheit an drei gewaltige Felsblöcke fesselte; zum Zeichen seines Versprechens, nie wiederzukehren, hinterließ er einen Handabdruck im Stein. Die Geschichte gilt zugleich als Ursprung des Sansa-Odori-Tanzes.
Im alten Provinzsystem gehörte das Gebiet zur riesigen Nordprovinz Mutsu. Bei deren Teilung 1869 kam der größte Teil des heutigen Iwate zu Rikuchu, der südliche Küstenkreis Kesen zu Rikuzen. Nach Auflösung der Lehen 1871 folgten mehrere kurzlebige Präfekturen; die in Morioka gebildete wurde 1872 in Iwate umbenannt und erhielt 1876 ihre heutigen Grenzen. Der historisch zum Nanbu-Lehen gehörende Kreis Kazuno fiel an Akita.
Städte
Geografie
Drei von Nord nach Süd verlaufende Streifen gliedern Iwate. Im Westen trägt das Ou-Gebirge die Vulkane Hachimantai, Iwate und Kurikoma entlang der Grenze zu Akita und Miyagi. Der Kitakami fließt durch eine lange Senke vom Norden der Präfektur über Morioka, Hanamaki, Kitakami, Oshu und Ichinoseki nach Miyagi; in diesem Korridor verlaufen Eisenbahn, Shinkansen und Autobahn. Östlich des Flusses erhebt sich das Kitakami-Bergland, ein uraltes, abgetragenes Gebirge mit dem Hayachine als höchstem Gipfel.
Die Sanriku-Küste wechselt von Nord nach Süd ihren Charakter: Im Norden enden Meeresterrassen in bis zu etwa 200 Meter hohen Steilwänden wie bei Kitayamazaki, weiter südlich bilden ertrunkene Flusstäler eine klassische Rias-Küste mit tiefen, schmalen Buchten bei Miyako, Yamada, Otsuchi, Kamaishi, Ofunato und Rikuzentakata. Die Buchten sind ideale Häfen und Aquakulturgebiete, bündeln aber auch Tsunamiwellen – der Grund für die wiederholten Katastrophen an dieser Küste.
Klima
Iwate ist kühl, mit deutlichen Unterschieden zwischen Binnenbecken und Küste. Morioka hat kalte Winter – kälter als fast jede andere Präfekturhauptstadt außerhalb Hokkaidos – mit regelmäßigem Frost und mäßigem Schnee; im westlichen Gebirge fällt viel Schnee. Die Pazifikküste hat mildere, schneearme und sonnigere Winter. Im Frühsommer bringt der kalte, feuchte Nordostwind Yamase Nebel und niedrige Temperaturen an die Küste und hat in der Vergangenheit immer wieder Missernten verursacht.
Landschaft
- 岩手山Iwate-san
2.038 Meter hoher Schichtvulkan nordwestlich von Morioka, höchster Berg der Präfektur, im Volksmund „Nanbu-Fuji“.
Kitakami
北上川Kitakami-gawaGrößter Fluss Tohokus; er durchfließt die Präfektur auf ganzer Länge nach Süden, in seinem Tal liegen die meisten Städte und Ackerflächen.
Kitakami-Bergland
北上山地Kitakami-sanchiAltes, abgetragenes Bergland zwischen Kitakami-Tal und Pazifik, überragt vom Hayachine (1.917 m) mit seiner bekannten Alpenflora.
- 三陸海岸Sanriku kaigan
Terrassenklippen im Norden, Rias-Buchten im Süden; geschützt im Sanriku-Fukko-Nationalpark.
- 浄土ヶ浜Jōdogahama
Bucht bei Miyako mit weißen Rhyolithfelsen und Kiefern, der bekannteste Aussichtsort der Küste.
- 八幡平Hachimantai
Weites Vulkanplateau an der Grenze zu Akita mit Mooren, Tannenwald und heißen Quellen, Teil des Towada-Hachimantai-Nationalparks.
- 猊鼻渓Geibikei
Kalksteinschlucht des Satetsu bei Ichinoseki, durch die flache Kähne zwischen Felswänden gestakt werden.
Ryusendo
龍泉洞RyūsendōTropfsteinhöhle bei Iwaizumi mit außergewöhnlich klaren unterirdischen Seen, eine der drei großen Kalksteinhöhlen Japans.
Natur in dieser Präfektur
Welterbe in dieser Präfektur
Geschichte
Im Altertum war das Kitakami-Becken Land der Emishi, Völker außerhalb der Herrschaft des Yamato-Hofes. Die Feldzüge unter Sakanoue no Tamuramaro beendeten um 802 den von Aterui geführten Widerstand; der Hof errichtete die Festungen Isawa und Shiwa. Die Macht vor Ort ging bald an Familien über, die höfische und nördliche Wurzeln verbanden: an die Abe, die im Früheren Neunjährigen Krieg unterlagen, und an die Kiyohara, deren innerer Zwist im Späteren Dreijährigen Krieg endete.
Vom Überlebenden dieser Kriege, Fujiwara no Kiyohira, stammten die Oshu-Fujiwara ab, die vier Generationen lang von Hiraizumi aus den Norden regierten. Gold, Pferde und der Handel mit dem Norden finanzierten Tempel, die das buddhistische Reine Land auf Erden abbilden sollten. 1189 vernichtete Minamoto no Yoritomo das Haus, nachdem es seinem Bruder Yoshitsune Zuflucht gewährt hatte.
Unter den Tokugawa regierten die Nanbu von Morioka aus den Norden, die Date aus Sendai den Süden um Ichinoseki und Mizusawa. Durch den Yamase-Wind ausgelöste Hungersnöte führten wiederholt zu Bauernaufständen. In der Moderne wurde Kamaishi zur Wiege der japanischen Eisenerzeugung, während die Sanriku-Küste 1896, 1933 und 2011 von schweren Tsunamis getroffen wurde.
um 802
Aterui ergibt sich Sakanoue no Tamuramaro; bei heutigen Oshu entsteht die Festung Isawa.
1051–1062
Der Frühere Neunjährige Krieg beendet die Macht der Abe im Kitakami-Tal.
1105
Fujiwara no Kiyohira beginnt mit dem großangelegten Ausbau des Chuson-ji in Hiraizumi.
1124
Vollendung der Konjikido, der vergoldeten Halle des Chuson-ji.
1189
Minamoto no Yoritomo vernichtet die Oshu-Fujiwara nach dem Tod Yoshitsunes in Hiraizumi.
1597
Nanbu Nobunao beginnt den Bau der Burg Morioka, bis 1871 Sitz des Nanbu-Lehens.
1857
Oshima Takato nimmt in Ohashi (Kamaishi) den ersten erfolgreichen Hochofen westlicher Bauart in Japan in Betrieb.
1876
Die Präfektur Iwate erhält ihre heutigen Grenzen.
1896, 1933
Die Meiji- und die Showa-Sanriku-Tsunamis verwüsten die Küste.
2011
Am 11. März trifft das Große Ostjapanische Erdbeben mit Tsunami die Küste; im Juni wird Hiraizumi Welterbe.
Kultur
Zwei Stränge prägen Iwates Kultur: das höfisch beeinflusste buddhistische Erbe Hiraizumis und die ländlichen Traditionen eines harten Lebens als Bauern und Fischer im Norden. Dutzende Kagura-Gruppen und Hirschtanz-Ensembles treten bis heute bei Schreinfesten auf, und die Sagen von Tono, 1910 von Yanagita Kunio als „Tono Monogatari“ veröffentlicht, gelten als Gründungstext der japanischen Volkskunde. Stolz ist man auf die Literatur: Miyazawa Kenji aus Hanamaki und Ishikawa Takuboku aus der Gegend um Morioka zählen zu den meistgelesenen japanischen Autoren des frühen 20. Jahrhunderts.
Feste
Morioka Sansa Odori
盛岡さんさ踊りMorioka Sansa OdoriUmzug von Tänzerinnen, Tänzern und Taiko-Trommlern durch die Innenstadt Moriokas vom 1. bis 4. August, zurückgeführt auf die Dämonenlegende von Mitsuishi.
Chagu Chagu Umakko
チャグチャグ馬コChagu Chagu UmakkoIm Juni ziehen rund hundert Pferde in bunten, schellenbehängten Geschirren vom Onikoshi-Sozen-Schrein in Takizawa zum Morioka-Hachimangu – eine Erinnerung an die Pferdezucht der Region.
Fujiwara-Feste
藤原まつりFujiwara MatsuriFrühjahrs- (1.–5. Mai) und Herbstfest (1.–3. November) in Hiraizumi mit einem Kostümzug zu Ehren der Oshu-Fujiwara und Yoshitsunes.
Kitakami-Michinoku-Volkskunstfest
北上・みちのく芸能まつりKitakami Michinoku Geinō MatsuriTreffen von Volkskunstgruppen Anfang August in Kitakami, vor allem mit Oni-Kenbai-Schwerttänzen und Hirschtänzen.
Tono-Fest
遠野まつりTōno MatsuriSeptemberfest in Tono mit berittenem Bogenschießen, Hirschtänzen und weiteren Volkskünsten.
Traditionelles Handwerk
Nanbu-Eisenguss
南部鉄器Nanbu tekkiGusseiserne Kessel und Töpfe aus Morioka und Mizusawa (Oshu), seit dem 17. Jahrhundert von den Nanbu und Date gefördert.
Hidehira-Lack
秀衡塗Hidehira-nuriLackschalen mit Blattgoldrauten und Wolkenmustern, benannt nach Hidehira, dem dritten Fürsten der Oshu-Fujiwara.
Joboji-Lack
浄法寺塗Jōbōji-nuriSchlichte, robuste Lackwaren aus Ninohe; die Gegend um Joboji liefert den größten Teil des japanischen Rohlacks, der auch bei der Restaurierung von Nationalschätzen verwendet wird.
Iwayado-Kommoden
岩谷堂箪笥Iwayadō tansuLackierte Holzkommoden aus Oshu mit schweren, verzierten Eisenbeschlägen.
Nanbu-Kokeshi
南部こけしNanbu kokeshiGedrechselte Holzpuppen, eine von mehreren Kokeshi-Traditionen in Iwates Thermalbadorten.
Traditionen
Hayachine-Kagura
早池峰神楽Hayachine kaguraMaskierte Sakraltänze zweier Gruppen am Fuß des Hayachine, seit 2009 immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Hirschtanz
鹿踊shishi-odoriTänzer mit Hirschmasken, hohem Geweih und langen Bambusruten trommeln selbst und ehren damit die Seelen von Tieren und Ahnen.
Oni-Kenbai
鬼剣舞oni-kenbaiKraftvoller Schwerttanz in dämonenhaften Masken, typisch für die Gegend um Kitakami.
Sagen von Tono
遠野物語Tōno monogatariGeschichten von Kappa, Hausgeistern (Zashiki-warashi) und Berggeschöpfen, gesammelt in Tono und 1910 von Yanagita Kunio veröffentlicht.
Nanbu-Magariya
南部曲り家Nanbu magariyaL-förmige Bauernhäuser, in denen Menschen und Pferde unter einem Dach lebten – Zeugnis der Pferdezucht im Nanbu-Lehen.
Küche
Iwates Küche verbindet Meer und kaltes Hochland. Die Sanriku-Küste liefert Seeigel, Abalonen, Jakobsmuscheln, Austern und Wakame-Algen, vieles davon aus Zucht in den Rias-Buchten. Im Binnenland dominieren Buchweizen, Weizengerichte und Rindfleisch aus dem Kitakami-Becken; Morioka hat gleich drei eigene Nudelgerichte.
Wanko-Soba
わんこそばwanko sobaKleine Portionen Soba werden so lange in die Schale nachgeworfen, bis der Gast den Deckel schließt; ein Brauch aus Morioka und Hanamaki.
Morioka-Reimen
盛岡冷麺Morioka reimenZähe, glasige kalte Nudeln in Rinderbrühe mit Kimchi und Obst, in den 1950er-Jahren von einem aus Korea stammenden Koch eingeführt.
Morioka-Jajamen
盛岡じゃじゃ麺Morioka jajamenFlache Weizennudeln mit Miso-Fleischsoße; den Rest verrührt man mit Ei und Brühe zur Suppe Chitantan.
Hittsumi
ひっつみhittsumiHausmannskost: Suppe mit handgezupften Teigstücken, Huhn und Gemüse.
Seeigel von Sanriku
三陸のウニSanriku no uniSeeigel von der Nordküste, roh gegessen oder als Ichigo-ni, klare Suppe mit Seeigel und Abalone.
Nanbu-Senbei
南部せんべいNanbu senbeiKnusprige Weizencracker aus runden Eisenformen, oft mit Sesam oder Erdnüssen – auch im benachbarten Aomori verbreitet.
Maesawa-Rind
前沢牛Maesawa-gyūWagyu aus dem Ortsteil Maesawa in Oshu, eine der bekanntesten Rindfleischmarken Tohokus.
Heiße Quellen
Hanamaki-Thermalgebiet
花巻温泉郷Hanamaki onsenkyōGruppe von rund einem Dutzend Quellen westlich von Hanamaki, darunter Osawa Onsen mit seinem alten Selbstversorger-Badehaus.
Namari Onsen
鉛温泉Namari OnsenTeil der Hanamaki-Gruppe, bekannt für ein tiefes Stehbad, das direkt von unten aus der Quelle gespeist wird.
Tsunagi Onsen
繋温泉Tsunagi OnsenMoriokas eigener Thermalort am Gosho-See mit Blick auf den Iwate-san.
Matsukawa Onsen
松川温泉Matsukawa OnsenKleiner Badeort mit milchigem Wasser in Hachimantai, neben Japans erstem kommerziellem Geothermiekraftwerk (1966).
Geto Onsen
夏油温泉Getō OnsenFreiluftbäder am Fluss in einem Bergtal westlich von Kitakami, in den Schneemonaten geschlossen.
Wirtschaft
Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft haben in Iwate mehr Gewicht als in den meisten Präfekturen. Im Kitakami-Becken wird Reis angebaut, im Hochland werden Rinder für Fleisch und Milch gehalten, und bei Masthähnchen zählt Iwate zu den größten Erzeugern Japans. Die Sanriku-Küste ist ein wichtiger Lieferant von Wakame, Austern, Jakobsmuscheln und Seeigeln. Entlang des Kitakami-Korridors ist die Industrie gewachsen – mit Halbleiterfertigung in Kitakami und einem großen Automobilwerk in Kanegasaki; in Kamaishi besteht weiterhin ein Stahlwerk.
Wichtige Branchen
- Reis- und Hochlandlandwirtschaft
- Rinder-, Milch- und Geflügelwirtschaft
- Fischerei und Aquakultur (Wakame, Austern, Jakobsmuscheln, Seeigel)
- Forstwirtschaft und Holz
- Halbleiter und elektronische Bauteile
- Fahrzeugmontage und Zulieferer
- Stahl (Kamaishi)
- Traditionelles Handwerk: Eisenguss und Lack
Bekannte Persönlichkeiten
Miyazawa Kenji (1896–1933)
宮沢賢治Dichter, Kinderbuchautor und Agrarlehrer aus Hanamaki; Verfasser von „Die Nacht der Milchstraßeneisenbahn“ und des Gedichts „Ame ni mo makezu“. Sein idealisiertes Iwate nannte er „Ihatov“.
Ishikawa Takuboku (1886–1912)
石川啄木Tanka-Dichter, aufgewachsen in Shibutami bei Morioka; seine Gedichte kreisen um die Sehnsucht nach der Heimat.
Nitobe Inazo (1862–1933)
新渡戸稲造Pädagoge und Diplomat aus Morioka, Autor von „Bushido – Die Seele Japans“ und Untergeneralsekretär des Völkerbunds.
Hara Takashi (1856–1921)
原敬Aus Morioka; erster Premierminister Japans ohne Adelstitel (1918–1921).
Goto Shinpei (1857–1929)
後藤新平Arzt und Staatsmann aus Mizusawa (Oshu), leitete die Wiederaufbauplanung Tokios nach dem Erdbeben von 1923.
Ohtani Shohei (geb. 1994)
大谷翔平Baseballspieler aus Oshu, besuchte die Oberschule in Hanamaki, bevor er in Japan und den USA spielte.
Anreise
- Der Tohoku-Shinkansen durchquert das Kitakami-Tal über Ichinoseki, Kitakami, Shin-Hanamaki und Morioka; die schnellsten Züge erreichen Morioka von Tokio aus in gut zwei Stunden.
- In Morioka zweigt der Akita-Shinkansen nach Westen zum Tazawa-See, nach Kakunodate und Akita ab; die Hauptstrecke führt weiter nach Aomori und Hokkaido.
- Der Flughafen Iwate-Hanamaki zwischen Hanamaki und Morioka bietet Inlandsflüge unter anderem nach Osaka und Sapporo.
- Die Küste erreicht man per Bus oder mit der Kamaishi- und der Yamada-Linie aus dem Kitakami-Tal; die Rias-Linie der Sanriku-Bahn folgt großen Teilen der Küste, und die Sanriku-Küstenstraße verbindet die Küstenorte als Schnellstraße.
- Die Tohoku-Autobahn folgt dem Kitakami-Tal von Miyagi nach Aomori.
Historische Provinzen
- 陸奥Mutsu
- 陸中Rikuchū
- 陸前Rikuzen
Präfektursymbole
- Blume
- 桐kiri
- Baum
- 南部アカマツNanbu akamatsu
- Vogel
- キジkiji
Häufige Fragen
Wofür ist Iwate bekannt?
Für die Welterbe-Tempel von Hiraizumi, die Sanriku-Küste, Nanbu-Eisenguss, Wanko-Soba und den Dichter Miyazawa Kenji. Außerdem ist Iwate die größte Präfektur auf Honshu.
Wie kommt man von Tokio nach Iwate?
Mit dem Tohoku-Shinkansen: Die schnellsten Züge brauchen bis Morioka gut zwei Stunden; auch Ichinoseki, der Bahnhof für Hiraizumi, liegt an der Strecke.
Wie steht es heute um die vom Tsunami 2011 getroffene Küste?
Die Orte sind weitgehend wiederaufgebaut, oft auf aufgeschüttetem Gelände hinter neuen Deichen; Gedenkmuseen wie in Rikuzentakata dokumentieren die Katastrophe. Die Küste ist als Sanriku-Fukko-Nationalpark geschützt.
Wann ist die beste Reisezeit für Iwate?
Ende April bis Anfang Mai blühen die Kirschen in Morioka und Kitakami, im August locken Sansa Odori und die Sommerfeste, im Oktober die Herbstfärbung in Hachimantai und der Geibikei-Schlucht. Der Winter eignet sich für Skifahren und heiße Quellen.
Ist Iwate mit Hiraizumi auf einer Reise durch Tohoku gut kombinierbar?
Ja. Hiraizumi liegt nahe dem Shinkansen-Bahnhof Ichinoseki und lässt sich gut mit Sendai und Matsushima im Süden oder Morioka im Norden verbinden.
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Quellen
- 1.令和2年国勢調査 (öffnet in neuem Tab) — Statistics Bureau of Japan
- 2.全国都道府県市区町村別面積調 (öffnet in neuem Tab) — Geospatial Information Authority of Japan
- 3.岩手県公式ホームページ (öffnet in neuem Tab) — 岩手県
- 4.Hiraizumi – Temples, Gardens and Archaeological Sites Representing the Buddhist Pure Land (öffnet in neuem Tab) — UNESCO World Heritage Centre
- 5.Sites of Japan's Meiji Industrial Revolution: Iron and Steel, Shipbuilding and Coal Mining (öffnet in neuem Tab) — UNESCO World Heritage Centre