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Japan

Kyushu und Okinawa · Präfektur · JP-40

Präfektur Fukuoka

福岡県ふくおかけんFukuoka-ken

Kyushus Tor zum asiatischen Festland

Fukuoka ist die bevölkerungsreichste Präfektur Kyushus und das wirtschaftliche Zentrum der Insel, getrennt von der Koreanischen Halbinsel nur durch das Genkai-Meer. Seit zwei Jahrtausenden ist die Region Japans Tor zum asiatischen Festland – vom frühen Reich Na bis zum heutigen Hafen Hakata.

Überblick

Die Präfektur Fukuoka nimmt die Nordspitze Kyushus ein. Im Nordwesten grenzt sie an das Genkai-Meer (Genkai-nada), im Nordosten an die Kanmon-Meerenge und die Suō-nada, im Südwesten an das flache Ariake-Meer. Drei historische Landschaften prägen sie bis heute: Chikuzen rund um die Stadt Fukuoka und die Bucht von Hakata, Chikugo am gleichnamigen Fluss im Süden und der östliche Zipfel der Provinz Buzen um Kitakyushu.

Kein Teil Japans liegt dem Festland näher, und das hat die Geschichte bestimmt. Über diese Küste kamen Nassreisanbau, Bronze und Eisen auf die Inseln; der Yamato-Hof verwaltete von Dazaifu aus seine Westgrenze und den Verkehr mit dem Ausland; 1274 und 1281 landeten die Flotten der Mongolen in der Bucht von Hakata, und Hakatas Kaufleute handelten über Jahrhunderte mit China und Korea. Im 20. Jahrhundert machten die Kohlefelder von Chikuhō und das Stahlwerk Yawata die Präfektur zu einem Motor der Industrialisierung Japans.

Heute zählt die Stadt Fukuoka zu den am schnellsten wachsenden Großstädten des Landes – ein Zentrum für Dienstleistungen, Handel, Gründerszene und internationalen Austausch. Kitakyushu ist Industrie- und Logistikstandort geblieben und hat sich zugleich mit Umwelttechnik einen Namen gemacht. Dazwischen liegen die Welterbestätten von Munakata und Okinoshima, der Schreinort Dazaifu, die Kanalstadt Yanagawa und die Teehügel von Yame.

Name und Herkunft

Der Name geht auf die Burg Fukuoka zurück, die Kuroda Nagamasa, der erste Fürst der Domäne, ab 1601 errichten ließ. Er benannte sie nach dem Ort Fukuoka in der Provinz Bizen (heute Setouchi, Präfektur Okayama), dem Stammsitz der Familie Kuroda. Die Burgstadt Fukuoka und die ältere Kaufmannsstadt Hakata wuchsen zu beiden Seiten des Naka-Flusses nebeneinander. Als sie 1889 zu einer Stadt vereinigt wurden, setzte sich der Name Fukuoka durch; Hakata lebt als Name eines Stadtbezirks, des Hauptbahnhofs und des Hafens fort.

Unter den Tokugawa teilten sich die Domänen Fukuoka (Kuroda), Kurume (Arima), Yanagawa (Tachibana), Kokura (Ogasawara) und einige kleinere das Gebiet. Nach der Auflösung der Domänen 1871 entstanden daraus die Präfekturen Fukuoka, Mizuma und Kokura, die 1876 zur Präfektur Fukuoka in ihren heutigen Grenzen verschmolzen. Sie umfasst die früheren Provinzen Chikuzen und Chikugo vollständig und den Norden von Buzen; der übrige Teil Buzens kam zur Präfektur Ōita.

Städte

Geografie

Die Präfektur ist vergleichsweise flach. Die Tsukushi-Ebene am Unterlauf des Chikugo, die sie mit der Präfektur Saga teilt, ist die größte Ebene Kyushus und eine Kornkammer der Insel; in der Fukuoka-Ebene an der Bucht von Hakata liegt die Hauptstadt. Niedrige Gebirgszüge wie das Sefuri-Gebirge an der Grenze zu Saga, die Sangun-Berge und das Chikushi-Bergland trennen diese Becken. An der Grenze zu Ōita erhebt sich der heilige Berg Hiko-san (1.199 m).

Die Küste ist lang und abwechslungsreich: die Nehrung Uminonakamichi, die die Bucht von Hakata abschließt, die Halbinsel Itoshima im Westen, die Inseln im Genkai-Meer bis hin zu Okinoshima, die schmale Kanmon-Meerenge zwischen Kitakyushu und Honshu und die Wattflächen des Ariake-Meers bei Yanagawa und Ōmuta. Landgrenzen bestehen zu Saga, Kumamoto und Ōita. Mit der Präfektur Yamaguchi auf Honshu gibt es keine Landgrenze; die Kanmon-Brücke und mehrere Straßen- und Eisenbahntunnel verbinden beide Ufer der Meerenge.

Klima

Das Klima ist feucht-subtropisch. Die Sommer sind heiß und schwül, im Juni und Juli herrscht Regenzeit, ab Spätsommer sind Taifune möglich. Die Winter in der Fukuoka-Ebene sind mild; der Wintermonsun über dem Genkai-Meer bringt allerdings trübes Wetter und gelegentlich Schneeschauer, im Binnenland ist es kühler. Im Frühjahr weht mitunter Gelber Staub (kōsa) vom Festland herüber.

Landschaft

  • Chikugo

    筑後川Chikugo-gawa

    Mit rund 143 km der längste Fluss Kyushus; er entspringt im Hochland von Aso und Kujū und mündet über Hita und Kurume ins Ariake-Meer. Beiname: Tsukushi Jirō.

  • Tsukushi-Ebene

    筑紫平野Tsukushi Heiya

    Größte Ebene Kyushus, gemeinsam mit Saga; Reis, Weizen und Gerste sowie ein dichtes Netz von Bewässerungskanälen um Yanagawa.

  • Bucht von Hakata und Uminonakamichi

    博多湾Hakata-wan

    Geschützte Bucht hinter der Nehrung Uminonakamichi und der Insel Shikanoshima; Landeplatz der Mongolen und Hafen von Hakata.

  • Genkai-Meer

    玄界灘Genkai-nada

    Raue Meeresstraße Richtung Tsushima und Korea mit reichen Fischgründen; zu seinen Inseln gehören Okinoshima, Ōshima und Ainoshima.

  • Kanmon-Meerenge

    関門海峡Kanmon Kaikyō

    Schmale Wasserstraße zwischen Moji (Kitakyushu) und Shimonoseki, eine der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten Japans.

  • Hiko-san

    英彦山Hiko-san

    1.199 m hoher Berg an der Grenze zu Ōita, eines der drei großen Zentren des Shugendō, der Bergaskese.

  • Ariake-Meer

    有明海Ariake-kai

    Flaches Binnenmeer mit dem größten Tidenhub Japans; Watt, Nori-Zucht und Schlammspringer (mutsugorō).

Natur in dieser Präfektur

Welterbe in dieser Präfektur

Geschichte

Nordkyushu erreichten Nassreisanbau und Metallverarbeitung als erste Region des Archipels; die Fundstätte Itazuke in der Stadt Fukuoka gehört zu den ältesten Reisbauerndörfern Japans. Chinesische Chroniken erwähnen das Reich Na, dessen König 57 n. Chr. vom Kaiser der Späteren Han ein Goldsiegel erhielt – gefunden 1784 auf der Insel Shikanoshima.

Ab dem 7. Jahrhundert verwaltete die Regierungsbehörde Dazaifu ganz Kyushu und war für Diplomatie und Verteidigung zuständig, gesichert durch den Erdwall Mizuki und Bergfestungen, die nach der Niederlage am Hakusukinoe 663 entstanden. Hakata wurde zum wichtigsten internationalen Hafen Japans; an seinen Stränden wurden 1274 und 1281 die Mongoleninvasionen abgewehrt. Toyotomi Hideyoshi ließ die kriegszerstörte Stadt 1587 neu anlegen, bald darauf gründeten die Kuroda daneben die Burg Fukuoka.

In der Moderne machten die Kohlereviere von Chikuhō und Miike sowie das staatliche Stahlwerk Yawata die Präfektur zu einem industriellen Kernland. Der Niedergang der Kohle ab den 1960er-Jahren traf Chikuhō und Ōmuta schwer, während die Stadt Fukuoka zur Dienstleistungs- und Handelsmetropole und zum Verkehrsknoten Kyushus aufstieg.

  1. 57 n. Chr.

    Der König von Na erhält vom Han-Kaiser Guangwu ein Goldsiegel; es wird 1784 auf Shikanoshima gefunden.

  2. 664

    Nach der Niederlage am Hakusukinoe wird der Erdwall Mizuki zum Schutz Dazaifus errichtet.

  3. 1274 und 1281

    Mongolisch-koreanische Invasionsflotten landen in der Bucht von Hakata; nach dem ersten Angriff entsteht eine steinerne Schutzmauer (Genkō Bōrui) an der Küste.

  4. 1587

    Toyotomi Hideyoshi lässt Hakata im Schachbrettmuster wieder aufbauen.

  5. 1601

    Kuroda Nagamasa beginnt mit dem Bau der Burg Fukuoka.

  6. 1876

    Die Präfekturen Fukuoka, Mizuma und Kokura werden zur Präfektur Fukuoka vereinigt.

  7. 1901

    Das staatliche Stahlwerk Yawata nimmt die Produktion auf.

  8. 1963

    Fünf Städte, darunter Kokura, Moji und Yawata, schließen sich zu Kitakyushu zusammen.

  9. 1975

    Die San'yō-Shinkansen erreicht Hakata und bindet Kyushu an das Schnellbahnnetz an.

  10. 2017

    Okinoshima und die zugehörigen Stätten in Munakata werden Welterbe.

Kultur

Die Kaufmannstradition Hakatas prägt die Kultur der Stadt Fukuoka: Nachbarschaftsverbände (nagare) tragen die großen Feste im Frühjahr und Sommer, und abends reihen sich Yatai (Garküchen unter freiem Himmel) an den Flussufern. Die Region Chikugo ist für ländliches Handwerk bekannt – Ikat-Baumwolle, Laternen, Papier und Keramik –, während die Feste in Kitakyushu die Vergangenheit als Burg- und Hafenstadt spiegeln.

Feste

  • Hakata Gion Yamakasa

    博多祇園山笠Hakata Gion Yamakasa

    Fest des Kushida-Schreins vom 1. bis 15. Juli; im Morgengrauen des 15. Juli rennen Mannschaften mit schweren Festwagen durch Hakata. Wichtiges immaterielles Volkskulturgut und Teil des UNESCO-Eintrags der Yama-, Hoko- und Yatai-Festwagenfeste.

  • Hakata Dontaku

    博多どんたくHakata Dontaku

    Frühlingsumzug am 3. und 4. Mai, hervorgegangen aus den Neujahrsbesuchen der Bürger Hakatas beim Burgherrn von Fukuoka.

  • Hōjōya

    放生会Hōjōya

    Herbstfest des Hakozaki-gū vom 12. bis 18. September mit Hunderten von Ständen am Schreinweg.

  • Kokura Gion Daiko

    小倉祇園太鼓Kokura Gion Daiko

    Sommerfest Kitakyushus im Juli; die Trommeln werden auf fahrenden Wagen von beiden Seiten geschlagen.

  • Tamaseseri

    玉せせりTamaseseri

    Am 3. Januar ringen Männer im Lendenschurz am Hakozaki-gū um eine heilige Holzkugel – ein Orakel für Ernte und Fischfang des Jahres.

Traditionelles Handwerk

  • Hakata-ori

    博多織Hakata-ori

    Dichtes Seidengewebe, vor allem für Obi-Gürtel, traditionell mit dem Kenjō-Muster buddhistischer Ritualgeräte.

  • Hakata-Puppen

    博多人形Hakata ningyō

    Unglasierte, fein bemalte Tonfiguren mit Motiven aus Alltag, Theater und Legende.

  • Kurume-Kasuri

    久留米絣Kurume-gasuri

    Indigo-gefärbter Baumwoll-Ikat aus Chikugo, als wichtiges immaterielles Kulturgut geschützt.

  • Koishiwara-Keramik

    小石原焼Koishiwara-yaki

    Volkskeramik aus dem Bergdorf Tōhō mit gerattertem (tobikanna) und gepinseltem Dekor.

  • Yame-Laternen

    八女提灯Yame chōchin

    Papierlaternen mit spiralförmigem Bambusgerüst, vor allem für das Bon-Totenfest.

  • Agano-Keramik

    上野焼Agano-yaki

    Dünnwandige Teezeremonie-Keramik aus Fukuchi, im frühen 17. Jahrhundert von koreanischen Töpfern begründet.

Traditionen

  • Yatai-Garküchen

    屋台yatai

    Nirgends in Japan gibt es so viele Garküchen unter freiem Himmel wie in Fukuoka; sie werden jeden Abend in Nakasu, Tenjin und Nagahama aufgebaut und sind per Stadtsatzung geregelt.

  • Hakata-Dialekt

    博多弁Hakata-ben

    Bekannt für Satzendungen wie -to und -ken und seinen warmen Klang; unterscheidet sich deutlich von den Mundarten Chikugos und Kitakyushus.

  • Hakata Niwaka

    博多仁和加Hakata niwaka

    Improvisierte Stegreifkomik im Dialekt, gespielt mit einer Halbmaske mit hängenden Augenbrauen.

  • Hakata te-ippon

    博多手一本Hakata te-ippon

    Das örtliche rhythmische Klatschritual mit eigenem Ruf, mit dem Zusammenkünfte beschlossen werden.

Küche

Die Küche Fukuokas lebt vom Fisch des Genkai-Meers und von der Schweineknochenbrühe, die Hakata-Ramen landesweit berühmt gemacht hat. Chikugo liefert Reis, Erdbeeren und einige der begehrtesten Grüntees Japans; Kitakyushu hat eigene Alltagsgerichte.

  • Hakata-Ramen

    博多ラーメンHakata rāmen

    Dünne, gerade Nudeln in milchig-trüber Schweineknochenbrühe (Tonkotsu); Nachschlag an Nudeln (kaedama) wird eigens bestellt. Als Ursprungsort der Tonkotsu-Ramen gilt Kurume.

  • Mentaiko

    明太子mentaiko

    Mit Chili marinierter Seelachsrogen, abgeleitet vom koreanischen Myeongnan-jeot und im Hakata der Nachkriegszeit populär geworden.

  • Motsunabe

    もつ鍋motsunabe

    Eintopf aus Rinder- oder Schweine-Innereien mit Kohl, Schnittknoblauch und Knoblauch in Sojasoßen- oder Miso-Brühe.

  • Mizutaki

    水炊きmizutaki

    Huhn, in klarer, kräftiger Brühe gegart und mit Ponzu gegessen; eine Spezialität Hakatas seit der Meiji-Zeit.

  • Gomasaba

    ごまさばgomasaba

    Rohe Makrele mit Sesam und Sojasoße, oft zum Schluss als Reis mit übergossenem Tee.

  • Aal aus Yanagawa

    うなぎのせいろ蒸しunagi no seiromushi

    Gegrillter Aal, im Deckelkasten auf gewürztem Reis gedämpft – das Aushängeschild von Yanagawa.

  • Yame-Tee

    八女茶Yame-cha

    Grüntee aus den Hügeln von Yame, besonders bekannt für beschatteten Gyokuro.

Heiße Quellen

  • Futsukaichi Onsen

    二日市温泉Futsukaichi Onsen

    Alter Badeort in Chikushino nahe Dazaifu, schon zur Zeit des Man'yōshū bekannt – die Sammlung enthält ein dort entstandenes Gedicht von Ōtomo no Tabito; von Fukuoka aus schnell erreichbar.

  • Harazuru Onsen

    原鶴温泉Harazuru Onsen

    Badeort am Chikugo in Asakura, im Sommer bekannt für die Kormoranfischerei.

  • Chikugogawa Onsen

    筑後川温泉Chikugogawa Onsen

    Ruhiges Thermalgebiet am oberen Chikugo in Ukiha.

Wirtschaft

Die Präfektur ist die größte Volkswirtschaft Kyushus. In der Stadt Fukuoka bündeln sich Unternehmenszentralen und Niederlassungen, Handel, Logistik, IT und Start-ups; hier liegen der wichtigste Flughafen und Hafen der Region. Kitakyushu wuchs mit Stahl, Chemie und Keramik und ist Industrie- und Hafenstadt geblieben, mit einem Schwerpunkt auf Robotik und Umweltindustrie. Montagewerke von Toyota und Nissan machen Nordkyushu zu einem der großen Automobilstandorte Japans. Die Landwirtschaft liefert Reis, Weizen, Erdbeeren (vor allem die Sorte Amaou), Tee und Gemüse; im Ariake-Meer wird Nori gezüchtet.

Wichtige Branchen

  • Dienstleistungen, Einzel- und Großhandel
  • Stahl und Werkstoffe
  • Automobilbau
  • Robotik und Maschinenbau
  • Informationstechnik und Start-ups
  • Logistik, Häfen und Luftfahrt
  • Landwirtschaft (Reis, Erdbeeren, Tee) und Fischerei

Bekannte Persönlichkeiten

  • Kuroda Kanbei (Yoshitaka) (1546–1604)

    黒田官兵衛

    Stratege Toyotomi Hideyoshis; sein Sohn Nagamasa begründete die Domäne Fukuoka, wo Kanbei seine letzten Jahre verbrachte.

  • Kaibara Ekiken (1630–1714)

    貝原益軒

    Neokonfuzianischer Gelehrter und Naturkundler der Domäne Fukuoka, Verfasser des Pflanzenbuchs Yamato honzō und des Gesundheitsratgebers Yōjōkun.

  • Aoki Shigeru (1882–1911)

    青木繁

    Maler im westlichen Stil aus Kurume, bekannt für das mythologische Bild „Gaben des Meeres“ (Umi no sachi).

  • Ishibashi Shōjirō (1889–1976)

    石橋正二郎

    Unternehmer aus Kurume, gründete 1931 den Reifenhersteller Bridgestone.

  • Matsumoto Seichō (1909–1992)

    松本清張

    Kriminal- und Gesellschaftsschriftsteller, aufgewachsen in Kokura; in Kitakyushu erinnert ein Museum an ihn.

Anreise

  • Der Flughafen Fukuoka liegt ungewöhnlich nah am Zentrum, nur wenige U-Bahn-Minuten vom Bahnhof Hakata entfernt; er bietet Inlandsflüge in ganz Japan und internationale Verbindungen nach Ost- und Südostasien. Der Flughafen Kitakyushu liegt auf einer künstlichen Insel vor der Küste.
  • Der Bahnhof Hakata ist Endpunkt der San'yō-Shinkansen von Osaka (rund zweieinhalb Stunden; durchgehende Züge aus Tokio brauchen etwa fünf Stunden) und Ausgangspunkt der Kyushu-Shinkansen nach Kumamoto und Kagoshima. Kokura ist der erste Shinkansen-Halt auf Kyushu.
  • Die Kanmon-Brücke und die Kanmon-Tunnel verbinden Kitakyushu mit Shimonoseki auf Honshu; ein Fußgängertunnel unter der Meerenge führt von Moji nach Shimonoseki.
  • Vom Hafen Hakata fahren Fähren und Schnellboote nach Busan in Südkorea sowie zu den Inseln Iki und Tsushima; Autofähren verbinden Shin-Moji und Kokura mit der Kansai-Region und weiteren Häfen.

Historische Provinzen

  • 筑前国Chikuzen no kuni
  • 筑後国Chikugo no kuni
  • 豊前国Buzen no kuni

Präfektursymbole

Blume
ウメume
Baum
ツツジtsutsuji
Vogel
ウグイスuguisu

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Fukuoka und Hakata?

Hakata war die alte Kaufmanns- und Hafenstadt, Fukuoka die 1601 daneben gegründete Burgstadt. 1889 wurden beide zur Stadt Fukuoka vereinigt; Hakata heißen bis heute ein zentraler Stadtbezirk, der Hauptbahnhof und der Hafen.

Wofür ist die Präfektur Fukuoka bekannt?

Für Hakata-Ramen, Mentaiko und die Yatai-Garküchen, das Fest Hakata Gion Yamakasa, den Schrein Dazaifu Tenmangū und die Welterbestätten von Munakata und Okinoshima.

Wie kommt man von Fukuoka nach Honshu?

Mit der San'yō-Shinkansen ab Hakata über Kokura durch den Shin-Kanmon-Tunnel unter dem Meer oder auf der Straße über die Kanmon-Brücke beziehungsweise durch den Kanmon-Tunnel nach Shimonoseki in der Präfektur Yamaguchi.

Darf man die Insel Okinoshima besuchen?

Nein, nach altem religiösem Brauch ist die Insel für die Allgemeinheit gesperrt. Zugänglich sind die zugehörigen Stätten des Munakata Taisha auf dem Festland und auf Ōshima; die Funde von Okinoshima zeigt das Schatzhaus des Schreins.

Eignet sich Fukuoka als Ausgangspunkt für eine Kyushu-Reise?

Ja. Der Bahnhof Hakata ist der Knotenpunkt des Bahnnetzes auf Kyushu, mit Shinkansen- und Expresszügen nach Nagasaki, Kumamoto, Kagoshima, Ōita und Beppu.

Quellen

  1. 1.令和2年国勢調査 人口等基本集計 (öffnet in neuem Tab) — 総務省統計局
  2. 2.全国都道府県市区町村別面積調 (öffnet in neuem Tab) — 国土地理院
  3. 3.福岡県ホームページ (öffnet in neuem Tab) — 福岡県
  4. 4.Sacred Island of Okinoshima and Associated Sites in the Munakata Region (öffnet in neuem Tab) — UNESCO World Heritage Centre
  5. 5.Fukuoka (öffnet in neuem Tab) — Japan National Tourism Organization

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