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Japan

Reisen

Eine Woche Japan

Die klassische erste Route von Tokio nach Kyoto in sieben Tagen

Eine Woche reicht für Japans klassische Route: drei Tage Tokio, eine Nacht am Fuji in Hakone, drei Tage Kyoto mit Ausflug nach Nara und ein Abend in Osaka. Der Tokaido-Shinkansen verbindet alles; die Reise kann in Tokio beginnen und am Flughafen Kansai enden.

Diese Route eignet sich für den ersten Besuch: Sie verbindet die moderne Hauptstadt mit der Tempelstadt Kyoto, bietet in Hakone einen Eindruck vom Japan der Berge und heißen Quellen und endet in der alten Hauptstadt Nara und der Genussstadt Osaka. Alle Etappen sind kurz, und das Gepäck lässt sich zwischen den Hotels vorausschicken – so reist man leicht.

Ein Gabelflug mit Ankunft in Tokio und Abflug ab Kansai International vermeidet Rückwege. Für eine Woche auf dieser Route sind einzelne Shinkansen-Fahrkarten meist günstiger als ein landesweiter Japan Rail Pass; ein Vergleich auf den offiziellen Websites lohnt sich dennoch.

Schritt für Schritt

  1. 1Tag 1: Tokio – Ankunft und ShinjukuAnkunft in Narita oder Haneda, IC-Karte kaufen, einchecken und den Abend in Shinjuku verbringen.
  2. 2Tag 2: Tokio – Asakusa, Ueno, GinzaVormittags Sensō-ji, dann Ueno-Park und Museen, abends Ginza oder die Gegend um Tokyo Station.
  3. 3Tag 3: Tokio – Harajuku und ShibuyaMeiji Jingū, Harajuku und Omotesandō, danach Shibuya; abends das Gepäck nach Kyoto vorausschicken.
  4. 4Tag 4: HakoneMit dem Romancecar ab Shinjuku, Hakone-Rundfahrt mit Bergbahn, Seilbahn und Schiff; Übernachtung im Ryokan.
  5. 5Tag 5: Kyoto – Tempel im OstenShinkansen ab Odawara nach Kyoto; Kiyomizu-dera, Gassen von Higashiyama und abends Gion.
  6. 6Tag 6: Kyoto – Fushimi Inari und der WestenFushimi Inari im Morgengrauen, danach Kinkaku-ji, Ryōan-ji und Arashiyama.
  7. 7Tag 7: Nara und OsakaVormittags Nara, nachmittags und abends Dōtonbori in Osaka; Rückflug am nächsten Tag ab Kansai.

Tokio (Tag 1–3)

Drei Tage vermitteln einen guten ersten Eindruck von Tokios Gegensätzen. Asakusa mit dem Sensō-ji und die Altstadtatmosphäre von Ueno und Yanaka stehen für die historische Seite; Shibuyas Kreuzung, Harajuku und die Wolkenkratzer und das Nachtleben von Shinjuku zeigen die moderne Stadt. Die Ostgärten des Kaiserpalasts, Ginza und das Nationalmuseum Tokio füllen einen weiteren Tag.

Mit IC-Karte und U-Bahn kommt man leicht zwischen den Vierteln hin und her; eine Unterkunft nahe einem Bahnhof der Yamanote-Linie spart Zeit.

  • Asakusa und Ueno

    Sensō-ji, Einkaufsstraße Nakamise, Ueno-Park und Museen.

  • Shibuya und Harajuku

    Die große Kreuzung, Meiji Jingū und Jugendmode.

  • Shinjuku

    Hochhäuser, Garten Shinjuku Gyoen und die Gassen von Omoide Yokochō.

  • Chiyoda

    Kaiserpalast, Marunouchi und Tokyo Station.

Hakone oder die Fuji-Fünf-Seen (Tag 4)

Hakone, rund anderthalb Stunden von Shinjuku mit dem Odakyū Romancecar, bietet heiße Quellen, eine Bergbahn, eine Seilbahn über das dampfende Tal Ōwakudani und eine Bootsfahrt über den Ashi-See mit Blick auf den Fuji an klaren Tagen. Eine Nacht im Ryokan mit Onsen-Bad gehört für viele zu den Höhepunkten der Reise.

Die Gegend der Fuji-Fünf-Seen um Kawaguchiko, per Bus oder Bahn ab Shinjuku erreichbar, ist die Alternative für nähere Ausblicke auf den Berg. Beides geht als Tagesausflug, entspannter ist aber eine Übernachtung; das Gepäck kann vorab nach Kyoto geschickt werden.

  • Hakone

    Thermalkurort im Nationalpark Fuji-Hakone-Izu.

  • Ashi-See

    Calderasee mit dem Torii des Hakone-Schreins.

  • Fujikawaguchiko

    Seeort am Fuß des Fuji.

  • Ryokan

    Was einen im traditionellen Gasthaus erwartet.

Kyoto (Tag 5–6)

Von Odawara (für Hakone) oder Mishima (für die Fuji-Gegend) geht es mit dem Tokaido-Shinkansen weiter nach Kyoto. Zwei Tage reichen für das Wichtigste: frühmorgens die Torii-Tunnel von Fushimi Inari, der Kiyomizu-dera und die Gassen von Higashiyama, abends Gion; danach der Goldene Pavillon (Kinkaku-ji), der Steingarten des Ryōan-ji und Arashiyama mit seinem Bambushain.

Kyoto erkundet man am besten mit einer Mischung aus Bus, U-Bahn, Zug und Fußwegen; wer früh startet, entgeht dem größten Andrang an den berühmten Orten.

Nara und Osaka (Tag 7)

Nara liegt mit JR oder Kintetsu weniger als eine Stunde von Kyoto entfernt. Der Tōdai-ji mit dem Großen Buddha, die Hirsche im Nara-Park und der Kasuga-Taisha-Schrein sind zu Fuß erreichbar. Am Nachmittag geht es weiter nach Osaka zu den Leuchtreklamen und dem Straßenessen in Dōtonbori und Namba, bevor man am nächsten Morgen zum Flughafen Kansai fährt.

Bei einem späteren Flug bleibt der Vormittag für die Burg Osaka; ab Namba fährt die Nankai-Bahn direkt zum Flughafen.

  • Nara

    Japans erste dauerhafte Hauptstadt mit Tōdai-ji und Kasuga Taisha.

  • Historisches Nara

    Welterbe-Tempel, Schrein und Urwald.

  • Osaka

    Kansais Handelsmetropole und ihre Esskultur.

  • Okonomiyaki

    Osakas herzhafter Pfannkuchen.

Alternativen und Varianten

Wer seltener das Hotel wechseln möchte, wohnt vier Nächte in Tokio und drei in Kyoto oder Osaka und besucht Hakone, Nikko oder Kamakura als Tagesausflug ab Tokio und Nara ab Kyoto. Geschichtsinteressierte können Hakone gegen die prachtvollen Schreine von Nikko oder den Großen Buddha von Kamakura tauschen.

Weiter entfernte Ziele wie Hiroshima sollte man in einer Woche besser nicht einplanen – dort beginnt die zweite Woche.

  • Kamakura

    Einstige Shogunatshauptstadt am Meer mit dem Großen Buddha.

  • Nikko

    Tōshō-gū-Schrein und Berglandschaft nördlich von Tokio.

  • Zwei Wochen Japan

    Die erweiterte Route nach Hiroshima, Kanazawa und in die Alpen.

Häufige Fragen

Reicht eine Woche für Japan?

Eine Woche reicht für die klassische Route Tokio–Kyoto mit Hakone, Nara und Osaka. Für Hiroshima, die Japanischen Alpen oder abgelegenere Regionen sind zwei Wochen oder mehr besser.

Lohnt sich für eine Woche ein Japan Rail Pass?

Für diese Route sind Einzelfahrkarten meist günstiger als der landesweite Pass. Vor der Entscheidung die Summe der Fahrpreise mit den aktuellen Passpreisen auf der offiziellen Website vergleichen.

Besser in Kyoto oder in Osaka übernachten?

Kyoto ist besser für frühe Starts zu den Tempeln; Osaka hat mehr Nachtleben und oft mehr Hotelauswahl. Mit dem Zug liegen beide weniger als eine halbe Stunde auseinander.

Sieht man auf dieser Route den Fuji?

An klaren Tagen von Hakone und den Fuji-Fünf-Seen aus sowie im Shinkansen Richtung Kyoto auf der rechten Seite (Platz E in der Normalklasse). Die Sicht ist in den kälteren Monaten am besten.

Wie lange fliegt man aus dem deutschsprachigen Raum nach Japan?

Nonstop je nach Route und Flugweg etwa 12 bis 15 Stunden; die Zeitverschiebung beträgt im Winter acht und im Sommer sieben Stunden. Den ersten Tag daher ruhig planen.

Quellen

  1. 1.Japan National Tourism Organization (öffnet in neuem Tab) — JNTO
  2. 2.JR-Central – Tokaido Shinkansen (öffnet in neuem Tab) — Central Japan Railway Company
  3. 3.Kyoto City Official Website (öffnet in neuem Tab) — 京都市
  4. 4.Hakone Town (öffnet in neuem Tab) — 箱根町

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