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Japan

Reisen

Die erste Japanreise planen

Die Goldene Route – vom Neon Tokios zu den Tempeln Kyotos und nach Hiroshima

Die meisten Erstbesucher folgen der „Goldenen Route“ von Tokio über Hakone oder die Fuji-Fünf-Seen nach Kyoto, Nara und Osaka, oft verlängert bis Hiroshima und Miyajima. Zwei Wochen reichen für diese Route in angenehmem Tempo, verbunden durch den Shinkansen, mit mindestens drei Nächten in Tokio und in Kyoto.

Die klassische erste Japanreise folgt dem alten Tōkaidō zwischen Edo und Kyoto, heute die Strecke des Tokaido-Shinkansen, und führt weiter nach Westen entlang der Inlandsee. Sie verbindet die moderne Metropole Tokio, die Landschaft um den Fuji, die alten Hauptstädte Kyoto und Nara, die Genussstadt Osaka und das historische Gewicht Hiroshimas auf einer Linie, die sich bequem mit der Bahn bereisen lässt.

Die Route ist aus guten Gründen beliebt, aber auch viel besucht. Wer sich Zeit nimmt, an weniger Orten länger bleibt und ein, zwei weniger bekannte Stationen einbaut, gewinnt einen viel besseren Eindruck als bei dem Versuch, alles zu sehen.

Schritt für Schritt

  1. 1Tag 1–4: TokioAsakusa, Ueno, das Gebiet um den Kaiserpalast, Shibuya, Harajuku und Shinjuku erkunden; ein Tagesausflug nach Nikko oder Kamakura.
  2. 2Tag 5–6: Hakone oder Fuji-Fünf-SeenMit Bahn oder Bus in die Berge fahren, in einem Ryokan mit Onsen übernachten und morgens nach dem Fuji Ausschau halten.
  3. 3Tag 7–10: KyotoMit dem Shinkansen nach Kyoto; die wichtigsten Tempel, Schreine und Viertel besuchen, jeweils früh am Tag beginnen.
  4. 4Tag 11: NaraTagesausflug zu Tōdai-ji, Kasuga Taisha und dem Hirschpark, eventuell über Uji.
  5. 5Tag 12–13: Osaka und HimejiWeiter nach Osaka für Essen und Nachtleben; auf dem Weg nach Westen Halt an der Burg Himeji.
  6. 6Tag 14–15: Hiroshima und MiyajimaFriedenspark und Museum, dann Miyajima besuchen und zum Rückflug nach Osaka zurückkehren.

Tokio

Drei bis vier Nächte erlauben einen ersten Blick auf die Gegensätze der Hauptstadt: das Tempelviertel Asakusa und die Museen von Ueno, die Gärten des Kaiserpalasts und Marunouchi, Einkaufs- und Jugendkultur in Shibuya und Harajuku, den Meiji-Schrein und die abendlichen Lichter von Shinjuku. Die Viertel erkundet man am besten zu Fuß, verbunden durch die Yamanote-Linie und die U-Bahn.

Beliebte Tagesausflüge führen nach Nikko mit seinen prachtvollen Schreinen in den Bergen und nach Kamakura, einer mittelalterlichen Hauptstadt am Meer mit dem Großen Buddha.

  • Tokio

    Japans Hauptstadt, eine Metropole aus sehr unterschiedlichen Vierteln.

  • Asakusa

    Der Tempel Sensō-ji und die Atmosphäre der alten Unterstadt.

  • Shibuya und Harajuku

    Die berühmte Kreuzung, Jugendmode und der Meiji-Schrein.

  • Nikko

    Tagesausflug zum Schreinkomplex Tōshō-gū und in die Berglandschaft.

  • Kamakura

    Großer Buddha, Zen-Tempel und Küstenwege.

Hakone oder die Fuji-Fünf-Seen

Ein bis zwei Nächte in den Bergen zwischen Tokio und Kyoto bieten eine Pause von den Städten und die beste Chance, den Fuji zu sehen – am häufigsten an klaren Winter- und Herbstmorgen. Hakone lockt mit Onsen-Gasthäusern, dem vulkanischen Tal Ōwakudani, dem Ashi-See und Kunst im Freien; die Fuji-Fünf-Seen auf der Seite der Präfektur Yamanashi liegen direkt am Fuß des Berges.

Eine Nacht im Ryokan ist hier ein guter Einstieg in japanische Gasthäuser und die Onsen-Kultur.

  • Hakone

    Kurort mit Blick über den Ashi-See auf den Fuji.

  • Fuji-Fünf-Seen

    Seen am Nordfuß des Fuji.

  • Fuji

    Japans höchster Berg, 3.776 m; der Gipfel wird in der Sommersaison bestiegen.

  • Ryokan

    Was einen im traditionellen Gasthaus erwartet.

Kyoto und Nara

Kyoto, Hauptstadt von 794 bis 1868, verdient mindestens drei bis vier Nächte. Zu seinen UNESCO-geschützten Tempeln und Schreinen gehören Kiyomizu-dera, Kinkaku-ji, Ginkaku-ji und die Torii-Tunnel des Fushimi Inari Taisha; das Viertel Gion, der Bambushain von Arashiyama und der Nishiki-Markt zeigen andere Seiten der Stadt. Wer früh am Morgen startet, entgeht dem größten Andrang.

Nara, keine Stunde entfernt, war im 8. Jahrhundert Hauptstadt. Der Tōdai-ji mit seinem Großen Buddha, der Kasuga Taisha und der Hirschpark lassen sich bequem an einem Tag besuchen; Uji, die Heimat des Matcha, liegt auf dem Weg.

  • Kyoto

    Die frühere Kaiserstadt mit 17 UNESCO-Stätten in der Stadt und ihrer Umgebung.

  • Historisches Kyoto

    Der Welterbe-Eintrag der Tempel, Schreine und der Burg Kyotos.

  • Nara

    Hauptstadt des 8. Jahrhunderts mit Tōdai-ji und Kasuga Taisha.

  • Uji

    Der Tempel Byōdō-in und Teekultur zwischen Kyoto und Nara.

Osaka und Himeji

Osaka ist bekannt für Esskultur und lebhaftes Nachtleben: der Kanal und die Leuchtreklamen von Dōtonbori, Streetfood wie Takoyaki und Okonomiyaki, der Kuromon-Markt und die Burg Osaka. Für einen ersten Besuch genügen ein bis zwei Nächte oder Abendausflüge von Kyoto aus.

Auf dem Weg nach Westen lohnt ein Halt an der Burg Himeji, der schönsten original erhaltenen Burg Japans; sie liegt in Gehweite des Shinkansen-Bahnhofs.

  • Osaka

    Kaufmannsstadt, berühmt für Essen und Unterhaltung.

  • Okonomiyaki

    Herzhafter Pfannkuchen, Spezialität sowohl Osakas als auch Hiroshimas.

  • Burg Himeji

    Weiße Burg vom Beginn des 17. Jahrhunderts, Welterbe.

Hiroshima und Miyajima

Der Friedenspark, die Atombombenkuppel und das Friedensmuseum in Hiroshima dokumentieren die Zerstörung am 6. August 1945 und das Engagement der Stadt für den Frieden; der Besuch ist bewegend und braucht Zeit. Die heutige Stadt ist lebendig und bekannt für ihre eigene Art von Okonomiyaki.

Eine kurze Zug- und Fährfahrt entfernt liegt die Insel Miyajima mit dem Itsukushima-Schrein, dessen großes Torii bei Flut im Meer steht; Wanderwege führen auf den Misen. Wer auf der Insel übernachtet, erlebt sie am ruhigsten.

Vor der Abreise

Staatsangehörige der meisten europäischen und vieler anderer Länder können für Kurzaufenthalte visumfrei nach Japan einreisen; die Einreisebestimmungen sollten vor der Buchung geprüft werden. Eine Registrierung bei Visit Japan Web beschleunigt Einreise und Zoll. Zimmer in Kyoto und zur Kirschblüte oder Laubfärbung sollten früh gebucht werden.

Ein Gabelflug – Ankunft in Tokio, Abflug ab Osaka (Kansai) – erspart die Rückfahrt auf derselben Strecke. Ob sich ein Japan Rail Pass lohnt, hängt von der genauen Route ab: Für Tokio–Kyoto–Hiroshima und zurück sollte man nachrechnen, bei einem Gabelflug sind Einzelfahrkarten oft günstiger.

Häufige Fragen

Wie viele Tage braucht man für die erste Japanreise?

Rund zwei Wochen erlauben die klassische Route von Tokio bis Hiroshima in angenehmem Tempo. In zehn Tagen sind Tokio, Kyoto, Nara und Osaka realistisch.

Besser in Tokio oder in Osaka beginnen?

Beides geht. Viele fliegen nach Tokio und ab Osaka (Kansai) zurück, um nicht dieselbe Strecke zurückfahren zu müssen. Von vielen europäischen Drehkreuzen gibt es Direktflüge nach Tokio.

Lohnt sich der JR Pass für Tokio, Kyoto und Osaka?

Seit der Preiserhöhung 2023 für diese Route allein meist nicht. Kommen Hiroshima und weitere lange Fahrten hinzu, kann er sich lohnen; ein Vergleich mit Einzelfahrkarten ist sinnvoll.

Wo sieht man den Fuji?

Von Hakone, von den Fuji-Fünf-Seen und bei klarem Wetter aus dem Tokaido-Shinkansen. Am häufigsten zeigt er sich an klaren Morgen im Herbst und Winter.

Muss man Japanisch sprechen?

Nein. Schilder in Bahnhöfen und an großen Sehenswürdigkeiten sind auch englisch, und Personal in Hotels und Touristengebieten ist ausländische Gäste gewohnt. Einige höfliche Wendungen werden geschätzt.

Quellen

  1. 1.Japan National Tourism Organization – Official travel guide (öffnet in neuem Tab) — JNTO
  2. 2.Kyoto City Official Travel Guide (öffnet in neuem Tab) — Kyoto City Tourism Association
  3. 3.Hiroshima Peace Memorial Museum (öffnet in neuem Tab) — Hiroshima Peace Memorial Museum
  4. 4.GO TOKYO – The official Tokyo travel guide (öffnet in neuem Tab) — Tokyo Convention & Visitors Bureau

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