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Japan

Kyushu und Okinawa · Präfektur · JP-46

Kagoshima

鹿児島県かごしまけんKagoshima-ken

Vulkane, Satsuma-Samurai und eine Kette subtropischer Inseln

Kagoshima ist die südlichste Präfektur auf den japanischen Hauptinseln – das frühere Fürstentum Satsuma der Shimazu, geprägt vom aktiven Vulkan Sakurajima und über Yakushima und die Amami-Inseln rund 600 Kilometer weit nach Süden reichend.

Überblick

Die Präfektur Kagoshima umfasst das Südende Kyushus – die Halbinseln Satsuma und Ōsumi zu beiden Seiten der Kinkō-Bucht – sowie eine lange Inselkette in Richtung Okinawa: Tanegashima, Yakushima, die Tokara- und die Amami-Inseln. Der Hauptstadt Kagoshima gegenüber erhebt sich in der Bucht der Sakurajima, einer der aktivsten Vulkane Japans; mehrmals im Jahr rieselt seine Asche auf die Stadt.

Fast sieben Jahrhunderte lang herrschte hier das Haus Shimazu. Satsuma unterwarf 1609 das Königreich Ryukyu, wickelte darüber einen einträglichen Chinahandel ab, errichtete in den 1850er-Jahren die ersten Fabriken westlicher Art in Japan und stellte viele Anführer der Meiji-Restauration, allen voran Saigō Takamori und Ōkubo Toshimichi. Die Satsuma-Rebellion von 1877, der letzte Bürgerkrieg Japans, endete auf dem Hügel Shiroyama über der Stadt.

Zwei Naturerbestätten der UNESCO liegen ganz oder teilweise in der Präfektur – Yakushima (1993) sowie mit Amami-Ōshima und Tokunoshima Teile der 2021 gemeinsam mit Okinawa eingetragenen Inseln –, dazu das Industriedenkmal Shūseikan als Bestandteil des Welterbes der Meiji-Industrialisierung. Zugleich zählt Kagoshima zu den großen Agrarpräfekturen: schwarzes Schwein, Rind, Süßkartoffeln, grüner Tee und der Süßkartoffelbrand Imo-Shōchū kommen von hier.

Name und Herkunft

Der Name Kagoshima (鹿児島) ist alt und seine Herkunft ungeklärt. Ursprünglich bezeichnete er wohl die Gegend um Sakurajima und die Bucht; gedeutet wird er etwa über ein altes Wort kago für Steilhang oder über das Schriftzeichen für Hirsch (shika, 鹿) – gesichert ist keine Erklärung. Die Burgstadt der Shimazu übernahm den Namen, und 1871 wurde aus dem Fürstentum Satsuma die Präfektur Kagoshima.

Sie vereint die beiden alten Provinzen Satsuma im Westen und Ōsumi im Osten, das Kernland der Shimazu. Die Amami-Inseln gehörten bis 1609 zum Königreich Ryukyu, kamen dann unter Satsuma, wurden in der Meiji-Zeit Ōsumi zugeschlagen und blieben bei Kagoshima. 1876 wurde Miyazaki an Kagoshima angeschlossen; als es 1883 wieder eine eigene Präfektur wurde, stand die heutige Grenze fest.

Städte

Geografie

Kagoshima ist ein Land der Vulkane. Die Aira-Caldera, entstanden bei einem gewaltigen Ausbruch vor rund 30.000 Jahren, bildet das nördliche Becken der Kinkō-Bucht, an ihrem Südrand steht der Sakurajima; weiter südlich birgt die Ata-Caldera den Ikeda-See und den kegelförmigen Kaimon-dake. Mächtige Ablagerungen aus heller Vulkanasche und Bims, Shirasu genannt, bedecken große Teile des Festlands. Auf den trockenen, nährstoffarmen Plateaus gedeihen Süßkartoffeln und Tee besser als Reis.

Im Nordosten liegt an der Grenze zu Miyazaki das Kirishima-Gebirge. Vor der Küste erstreckt sich die Präfektur über rund 600 Kilometer Meer: das flache, landwirtschaftlich genutzte Tanegashima, das gebirgige Yakushima, die vulkanischen Tokara-Inseln und die subtropischen Amami-Inseln mit Korallenriffen und dichten Wäldern.

Klima

Auf dem Festland herrscht feuchtes subtropisches Klima mit heißen Sommern, milden Wintern und starken Niederschlägen in der Regenzeit im Frühsommer; im Spätsommer und Herbst ziehen fast jährlich Taifune durch. Yakushima gehört zu den regenreichsten Orten Japans, die Niederschläge nehmen mit der Höhe stark zu, und auf den Gipfeln kann im Winter Schnee liegen. Die Amami-Inseln sind subtropisch warm und feucht. In Kagoshima-Stadt gehört Asche vom Sakurajima zum Alltag, vor allem wenn im Sommer Ostwind weht.

Landschaft

  • Sakurajima

    桜島Sakurajima

    Aktiver Schichtvulkan in der Kinkō-Bucht; ein Lavastrom des großen Ausbruchs von 1914 verband die einstige Insel mit der Ōsumi-Halbinsel.

  • Kinkō-Bucht

    錦江湾Kinkō-wan

    Auch Kagoshima-Bucht; tiefe vulkanische Meeresbucht, die rund 80 Kilometer ins Land reicht und teils zum Nationalpark Kirishima-Kinkōwan gehört.

  • Kirishima-Berge

    霧島山Kirishima-yama

    Über zwanzig Vulkane an der Grenze zu Miyazaki, darunter der Karakuni-dake und der Takachiho-no-mine, auf den der Mythologie nach der Gott Ninigi herabstieg.

  • Kaimon-dake

    開聞岳Kaimon-dake

    Fast symmetrischer, 924 Meter hoher Vulkan an der Spitze der Satsuma-Halbinsel, der „Satsuma-Fuji“.

  • Ikeda-See

    池田湖Ikeda-ko

    Größter See Kyushus, ein Calderasee bei Ibusuki, bekannt für seine Riesenaale.

  • Yakushima

    屋久島Yakushima

    Runde Granitinsel mit dem höchsten Gipfel Kyushus, dem Miyanoura-dake (1.936 m), und uralten Zedernwäldern.

  • Amami-Inseln

    奄美群島Amami-guntō

    Subtropische Inselgruppe zwischen Yakushima und Okinawa – Amami-Ōshima, Kikaijima, Tokunoshima, Okinoerabujima, Yoronjima und weitere –, Heimat des Amami-Kaninchens.

  • Sendai-Fluss

    川内川Sendai-gawa

    Hauptfluss des Nordwestens; entspringt in Kumamoto und Miyazaki und mündet bei Satsumasendai ins Ostchinesische Meer.

Natur in dieser Präfektur

Welterbe in dieser Präfektur

Geschichte

In der Antike lebten in Südkyushu die Hayato, die sich bis ins frühe 8. Jahrhundert gegen die Eingliederung in den Yamato-Staat wehrten. Ab dem späten 12. Jahrhundert herrschten die Shimazu – ohne Unterbrechung bis 1871, eine der längsten Herrschaften eines japanischen Hauses überhaupt. Als erstes Land für Ankömmlinge aus dem Süden erlebte die Region früh die Begegnung mit Europa: 1543 brachten Portugiesen Feuerwaffen nach Tanegashima, 1549 landete Franz Xaver in Kagoshima.

1609 fiel Satsuma in das Königreich Ryukyu ein, annektierte die Amami-Inseln und kontrollierte fortan den Handel Ryukyus mit China – eine Einnahmequelle, die im 19. Jahrhundert Reformen finanzierte. Unter Shimazu Nariakira entstanden in Iso Flammöfen, eine Werft sowie Glas- und Textilbetriebe. Nach der Beschießung Kagoshimas durch ein britisches Geschwader 1863 suchte Satsuma die Nähe Großbritanniens, schickte 1865 Studenten nach London und verbündete sich 1866 mit Chōshū gegen das Shogunat.

Satsuma-Männer prägten den jungen Meiji-Staat, doch der Bruch zwischen Saigō Takamori und der Regierung mündete 1877 in die Satsuma-Rebellion. Im Zweiten Weltkrieg starteten von Chiran und Kanoya Tokkō-Einsätze („Spezialangriffe“, sogenannte Kamikaze). Die Amami-Inseln kamen nach dem Krieg unter US-Verwaltung und wurden im Dezember 1953 an Japan zurückgegeben.

  1. 720

    Ein Aufstand der Hayato in Südkyushu wird vom Yamato-Hof niedergeschlagen.

  2. spätes 12. Jh.

    Koremune (Shimazu) Tadahisa wird Verwalter des Shimazu-Guts – Beginn der Shimazu-Herrschaft.

  3. 1543

    Portugiesische Händler bringen auf Tanegashima erstmals Feuerwaffen nach Japan.

  4. 1549

    Franz Xaver landet in Kagoshima; Beginn der christlichen Mission in Japan.

  5. 1609

    Satsuma erobert das Königreich Ryukyu und unterstellt sich die Amami-Inseln direkt.

  6. 1851–1858

    Shimazu Nariakira baut in Iso den Industriekomplex Shūseikan auf.

  7. 1863

    Britisch-Satsuma-Krieg: Ein britisches Geschwader beschießt Kagoshima.

  8. 1871

    Aus dem Fürstentum wird die Präfektur Kagoshima.

  9. 1877

    Satsuma-Rebellion; Saigō Takamori stirbt am 24. September auf dem Shiroyama.

  10. 1914

    Beim Taishō-Ausbruch verbindet sich Sakurajima mit der Ōsumi-Halbinsel.

  11. 1953

    Die Amami-Inseln kehren aus US-Verwaltung zu Japan zurück.

  12. 1993

    Yakushima wird als eine der ersten Naturerbestätten Japans eingetragen.

  13. 2011

    Der Kyushu-Shinkansen verkehrt durchgehend zwischen Hakata und Kagoshima-Chūō.

Kultur

Die Kultur Satsumas wurde von seinen Samurai geprägt: Das Fürstentum hatte einen ungewöhnlich großen Kriegerstand, erzogen im Gōjū-System der Nachbarschaftsgruppen und in der kompromisslosen Fechtschule Jigen-ryū. Der Dialekt Kagoshima-ben gilt selbst für andere Japaner als schwer verständlich. Die Amami-Inseln haben eine eigene, Ryukyu nahe Kultur mit Shima-uta-Liedern, Sanshin-Musik und eigenen Festen.

Feste

  • Ohara-Fest

    おはら祭Ohara Matsuri

    Größtes Fest der Stadt Kagoshima Anfang November; Zehntausende tanzen zum Volkslied Ohara-bushi durch die Straßen.

  • Rokugatsu-dō

    六月灯Rokugatsudō

    Sommerliche Laternenfeste an Schreinen und Tempeln im ganzen Land im Juli, mit bemalten Papierlaternen und Nachtständen.

  • Myōenji-Pilgerzug

    妙円寺詣りMyōenji-mairi

    Marsch in Rüstung zum Tokushige-Schrein in Hioki im Oktober, zur Erinnerung an Shimazu Yoshihiros Durchbruch durch die feindlichen Linien bei Sekigahara 1600.

  • Hatsuuma-Fest

    初午祭Hatsuuma-sai

    Frühlingsfest am Kagoshima-Jingū in Kirishima, bei dem geschmückte Pferde zu Trommeln und Shamisen tanzen.

Traditionelles Handwerk

  • Satsuma-Keramik

    薩摩焼Satsuma-yaki

    Begründet von koreanischen Töpfern, die nach den Korea-Feldzügen der 1590er-Jahre nach Satsuma gebracht wurden; weiße Ware (Shiro-Satsuma) für den Fürstenhof, schwarze (Kuro-Satsuma) für den Alltag.

  • Ōshima-Tsumugi

    本場大島紬Honba Ōshima-tsumugi

    Seidenpongé aus Amami-Ōshima, mit Gerbstoff des Sharinbai-Baums und eisenhaltigem Schlamm tief braunschwarz gefärbt.

  • Satsuma-Kiriko

    薩摩切子Satsuma kiriko

    Farbiges Schliffglas aus der Zeit Shimazu Nariakiras, im späten 20. Jahrhundert wiederbelebt; typisch sind die weichen Farbverläufe.

  • Kawanabe-Hausaltäre

    川辺仏壇Kawanabe butsudan

    Lackierte und vergoldete Hausaltäre aus Minamikyūshū – ein Handwerk aus einer Gegend, in der der Jōdo-Shinshū-Glaube ein langes Verbot in Satsuma überdauerte.

Traditionen

  • Kagoshima-Dialekt

    鹿児島弁Kagoshima-ben

    Stark eigenständige Mundart mit verschluckten Silben und eigenem Wortschatz; angeblich gepflegt, um Fremde – und Spione – zu verwirren.

  • Satsuma-Biwa

    薩摩琵琶Satsuma biwa

    Lautentradition mit großem Plektron, begleitet heroische Erzählgesänge und wurde unter den Satsuma-Samurai gepflegt.

  • Jigen-ryū

    示現流Jigen-ryū

    Fechtschule Satsumas, die auf einen einzigen, alles entscheidenden ersten Hieb setzt, geübt mit markantem Kampfschrei.

  • Shima-uta der Amami-Inseln

    島唄shima-uta

    Im Falsett zur Sanshin gesungene Volkslieder der Amami-Inseln, stilistisch eigenständig gegenüber Okinawa.

Küche

Die Küche spiegelt die Shirasu-Böden und das warme Klima: Süßkartoffeln (satsuma-imo, nach der Provinz benannt), schwarzes Schwein aus Berkshire-Linien, Rind und Huhn sowie Fisch aus warmen Gewässern. Alltagsgetränk ist Shōchū aus Süßkartoffeln, Sake wird kaum gebraut. Die Amami-Inseln steuern eigene Inselgerichte und Shōchū aus braunem Zucker bei.

  • Kurobuta

    黒豚kurobuta

    Schwarzes Schwein aus Berkshire-Linien, als Shabu-Shabu, Tonkatsu oder geschmort – das bekannteste Fleisch der Präfektur.

  • Imo-Shōchū

    芋焼酎imo-jōchū

    Brand aus Süßkartoffeln, traditionell mit heißem Wasser verdünnt getrunken; „Satsuma-Shōchū“ ist eine geschützte geografische Angabe.

  • Satsuma-age

    さつま揚げsatsuma-age

    Frittierter Fischkuchen, vor Ort Tsukeage genannt, oft leicht süß und mit Shōchū oder Sakehefe abgeschmeckt.

  • Tonkotsu

    とんこつtonkotsu

    Schweinerippchen, lange mit Miso, braunem Zucker und Shōchū geschmort – ein Feldgericht der Satsuma-Samurai, nicht zu verwechseln mit der Ramenbrühe aus Fukuoka.

  • Kibinago

    きびなごkibinago

    Kleiner silbrig gestreifter Heringsfisch, roh in Chrysanthemenform angerichtet und in Essig-Miso getunkt.

  • Keihan

    鶏飯keihan

    Gericht der Amami-Inseln: Reis mit gezupftem Huhn, Ei, eingelegter Papaya und Zitrusschale, mit heißer Hühnerbrühe übergossen.

  • Shirokuma

    しろくまshirokuma

    Geschabtes Eis mit Kondensmilch und Früchten, in Kagoshima erfunden und nach seinem eisbärähnlichen Aussehen benannt.

Heiße Quellen

  • Kirishima-Onsengebiet

    霧島温泉郷Kirishima Onsenkyō

    Gruppe von Bergthermen an den Hängen der Kirishima-Vulkane mit schwefelhaltigem Wasser und dampfenden Fumarolen.

  • Ibusuki

    指宿温泉Ibusuki Onsen

    Kurort am Meer, bekannt für seine Sandbäder, bei denen man sich in natürlich erhitzten Sand eingraben lässt.

  • Myōken Onsen

    妙見温泉Myōken Onsen

    Thermalquellen am Amori-Fluss in Kirishima mit kohlensäurehaltigem Wasser und alten Gasthäusern.

  • Stadt Kagoshima

    鹿児島市Kagoshima-shi

    Die meisten öffentlichen Badehäuser der Hauptstadt speisen sich aus natürlichen heißen Quellen – kaum eine Präfekturhauptstadt ist so thermalreich.

Wirtschaft

Rückgrat der Wirtschaft sind Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung. Kagoshima gehört zu den führenden Erzeugern von Schweinen, Rindern und Masthühnern und wetteifert mit Shizuoka um den Rang der größten Teeanbau-Präfektur. Süßkartoffeln gehen in die Shōchū- und Stärkeproduktion; Aalzucht, Bonitoflocken aus Makurazaki und Yamakawa sowie Gelbschwanzmakrelen aus den Buchten sind wichtige Fischereiprodukte. Um Kirishima haben sich Elektronik- und Halbleiterwerke angesiedelt, und die JAXA startet Raketen von Tanegashima und Uchinoura.

Wichtige Branchen

  • Viehwirtschaft (Schwein, Rind, Huhn)
  • Grüner Tee
  • Süßkartoffeln und Shōchū-Brennerei
  • Fischerei, Aalzucht und Katsuobushi
  • Elektronik und Halbleiter
  • Raumfahrt-Startplätze (Tanegashima, Uchinoura)
  • Tourismus

Bekannte Persönlichkeiten

  • Shimazu Nariakira (1809–1858)

    島津斉彬

    Reformfürst von Satsuma, Gründer des Shūseikan und Förderer westlicher Technik.

  • Saigō Takamori (1828–1877)

    西郷隆盛

    Führungsfigur der Meiji-Restauration, später Anführer der Satsuma-Rebellion, in der er fiel.

  • Ōkubo Toshimichi (1830–1878)

    大久保利通

    Staatsmann der frühen Meiji-Regierung und Architekt ihrer zentralisierenden Reformen.

  • Atsuhime (Tenshōin) (1836–1883)

    天璋院

    Aus dem Haus Shimazu stammende Gemahlin des 13. Shoguns Tokugawa Iesada.

  • Tōgō Heihachirō (1848–1934)

    東郷平八郎

    Admiral, Befehlshaber der japanischen Flotte in der Seeschlacht bei Tsushima 1905.

  • Inamori Kazuo (1932–2022)

    稲盛和夫

    Gründer von Kyocera und KDDI, gebürtig aus der Stadt Kagoshima.

Anreise

  • Der Flughafen Kagoshima liegt in Kirishima, rund 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt; Inlandsflüge verbinden ihn mit Tokio, Osaka, Nagoya und den Südinseln, dazu kommen einige internationale Strecken. Flughafenbusse fahren zum Bahnhof Kagoshima-Chūō.
  • Der Kyushu-Shinkansen erreicht Kagoshima-Chūō von Hakata (Fukuoka) mit den schnellsten Zügen in etwa 1 Stunde 20 Minuten; durchgehende Züge ab Shin-Osaka brauchen rund vier Stunden.
  • Schnelle Tragflügelboote und Fähren verbinden den Hafen Kagoshima mit Tanegashima und Yakushima; Nachtfähren bedienen die Tokara- und Amami-Inseln und fahren weiter bis Naha.
  • Die Sakurajima-Fähre setzt vom Zentrum Kagoshimas in etwa 15 Minuten nach Sakurajima über; eine Autofähre an der Mündung der Kinkō-Bucht verbindet die Halbinseln Satsuma und Ōsumi.

Nachbarpräfekturen

Historische Provinzen

  • 薩摩国Satsuma no kuni
  • 大隅国Ōsumi no kuni

Präfektursymbole

Blume
ミヤマキリシマmiyamakirishima
Baum
クスノキkusunoki
Vogel
ルリカケスrurikakesu

Häufige Fragen

Ist ein Besuch auf dem Sakurajima gefährlich?

Der Sakurajima bricht häufig aus, meist mit kleineren Explosionen am Gipfelkrater. Der Gipfelbereich ist dauerhaft gesperrt; der übrige Teil der Insel mit Straßen, Lavafeldern und Aussichtspunkten ist bewohnt und täglich zugänglich. Vorab lohnt ein Blick auf die Warnstufe der Japanischen Meteorologischen Behörde.

Wie kommt man nach Yakushima?

Mit Tragflügelboot oder Fähre ab dem Hafen Kagoshima oder per Flugzeug von Kagoshima, Fukuoka und Osaka zum Flughafen Yakushima.

Welche Rolle spielte Satsuma in der japanischen Geschichte?

Satsuma stürzte 1868 gemeinsam mit Chōshū das Tokugawa-Shogunat; viele Führungsfiguren der Meiji-Zeit stammten von hier.

Gehören die Amami-Inseln zu Okinawa?

Nein. Sie waren bis 1609 Teil des Königreichs Ryukyu, gehören seitdem aber zu Satsuma bzw. zur Präfektur Kagoshima. Kulturell stehen sie Okinawa dennoch nahe.

Was isst und trinkt man in Kagoshima?

Klassiker sind Kurobuta-Schwein, Satsuma-age-Fischkuchen, Kibinago, das Eisdessert Shirokuma und Shōchū aus Süßkartoffeln.

Wie viel Asche fällt in der Stadt Kagoshima?

Das hängt von der Aktivität des Vulkans und vom Wind ab; an manchen Tagen liegt eine sichtbare Ascheschicht auf Straßen und Autos. Die Stadt verteilt spezielle gelbe Säcke zum Sammeln der Asche.

Quellen

  1. 1.令和2年国勢調査 人口等基本集計 (öffnet in neuem Tab) — 総務省統計局
  2. 2.全国都道府県市区町村別面積調 (öffnet in neuem Tab) — 国土地理院
  3. 3.鹿児島県ホームページ (öffnet in neuem Tab) — 鹿児島県
  4. 4.Yakushima (öffnet in neuem Tab) — UNESCO World Heritage Centre
  5. 5.Amami-Oshima Island, Tokunoshima Island, Northern part of Okinawa Island, and Iriomote Island (öffnet in neuem Tab) — UNESCO World Heritage Centre
  6. 6.Kagoshima (öffnet in neuem Tab) — Japan National Tourism Organization

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